Mosambik verführt mit seiner unberührten Natur und wilder Küstenlandschaft, einzigartiger Unterwasserwelt und den gastfreundlichsten Menschen, die ich je kennenlernen durfte. Der Fremdenverkehr im Land steckt noch in den Kinderschuhen und Massentourismus ist ein Fremdwort. Wo sonst kannst du ein Land erkunden, in dem du jenseits der ausgelatschten Reisewege dein ganz eigenes Abenteuer erschaffst?

Hast du nicht auch manchmal das Gefühl, dass die meisten Urlaubsdestinationen viel zu überfüllt und unter den Touristen aufgeteilt sind? Bali ist ein besserer Ballermann für Australier und in Thailand wirst du als Reisende längst nur noch als laufendes Dollarzeichen angesehen.

An der marokkanischen Küste türmen sich die Surfer ebenso wie an der philippinischen und ganze Küstenabschnitte wie das Great Barrier Reef werden von uns Menschen kaputt gemacht.

Bevor nun jemand auf die Idee kommt zu sagen, dass es auch auf Bali oder in Nicaragua noch Rückzugsmöglichkeiten und unentdeckte Orte gibt: Das ist mir auch bewusst, und ich bin dankbar dafür. Trotzdem sind sie für meinen Geschmack zu überlaufen und passen sich vom Lifestyle immer mehr unserem hektischen, westlichen Lebensgefühl an, in dem Latte Macchiato ohne Milch geschlürft werden und irgendwie alle gleich aussehen und denken.

Bein Reisen möchte ich aber meine Ruhe haben und eine kulturelle Vielfalt erleben. Ich will kein nerviges Autogehupe hören oder Angst haben müssen, von Motorroller überfahren zu werden. Ich möchte meine Zeit in unberührter Natur verbringen: Vögel zwitschern, Tiere beobachten und surfen und tauchen ohne Massenandrang.

Als vielleicht eines der letzten unberührten Paradiese fühlte sich Mosambik daher wie Liebe auf den ersten Blick für mich an. Ich wusste vom Land anfangs nicht viel mehr als dass es einst ein sozialistischer Bruderstaat der DDR war, und ich als Kind ab und zu mein Spielzeug in dicke Pakete legte, um den Kindern im damals kriegsgebeutelten Land eine kleine Freude zu bereiten.

Die Zeiten des jahrzehntelangen Bürgerkrieges sind mittlerweile längst vorbei, und die jungen Mosambikaner können sich nur noch aus den Erzählungen ihrer Eltern daran erinnern. Sie sind jung und blicken optimistisch in die Zukunft.

 

Warmherzige und gastfreundliche Einheimische

Einsamkeit auf Reisen
Das Land gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Die Bewohner leben unter extrem armen Bedingungen und verdienen oft nicht mehr als vierzig Euro im Monat.

Das heißt aber nicht, dass sie sich beschweren wie wir das oft von Deutschen kennen. Im Gegenteil, herzlich und liebevoll kümmerten sie sich während meiner Divemaster Ausbildung in Tofo um mich. Oder halfen mir weiter, wenn ich mit einem Fragezeichen im Gesicht herumstand und nicht wusste, wo ich einen Bus nehmen soll. Sie brachten mir bei, wie man um einen Fisch feilscht und halfen mir beim Finden der richtigen Busse.

Ich empfand es als großes Glück in einem Land zu reisen, in dem ich bei den meisten Busfahrten, Unterkünften und Routineaktivitäten oftmals die einzige Ausländerin war. Ich lernte viel über die Gegebenheiten im Land kennen und sammelte viele neue Freunde. Lernte viel über den Zusammenhalt in der Familie und Community und spürte, dass diese Gemeinschaft die Menschen stark machte.

 

Entspannung bekommt eine ganz neue Dimension

Gerade wegen den freundlichen und entspannten Mosambikanern ist das Leben mehrere Gänge zurückgeschaltet. „TIA“ lernte ich schnell: „THIS IS AFRICA.“ Die Zeit folgt in Mosambik und eigentlich in ganz Afrika ihren eigenen Regeln.

Der Strom fällt regelmäßig aus, das Internet ist so lahm, dass du schnell deine Social Media Updates aufgibst und die Hitze tut ihr Übriges. Gestresstes Rumgehetze oder große Reden von „Ich-bin so-gestresst, ich-habe-keine-Zeit,“ kannst du in Mosambik vergessen.

Dadurch schaltest du automatisch einen Gang runter, und stellst dich darauf ein, langsamer durchs Leben zu schlürfen.

 

Traumhafte Unterwasser-Paradiese

Tofo Walhai (c) Anna Flam
Das kleine Dörfchen Tofo rund acht Stunden Autofahrt nördlich von Maputo ist ein Geheimtipp unter Tauchern und Surfern: Es gibt nur wenige Orte auf der Welt, in denen du derart verlässlich gigantische Megafauna wie Walhaie, Mantas, Delfine und Buckelwale beim Tauchen und Schnorcheln beobachten kannst.

Jeden Winter zwischen Juni und Oktober werden unzählige Buckelwale vor der Küste in Tofo gesichtet.

Riesige Mantas, Devil Rays und andere Rochenarten springen verspielt aus dem Wasser und klatschen mit ihren mächtigen Körpern ins Wasser zurück. Viele von ihnen sind neugierig und kommen dir besonders beim Schnorcheln sehr nahe.

Und mehr als eine halbe Million verschiedene Fischarten tummeln sich in den mosambikanischen Gewässern.

Ziemlich toll oder?! Tofo gilt nicht ohne Grund als einer der besten Orte dieser Erde, um mit den größten Lebewesen dieser Erde zu tauchen und zu schnorcheln. In meinem Tofo Tauchen Guide erfährt du alles über die Unterwasserwelt vor Ort.

 

Geniale Wellen ganz für dich allein

Mosambik
Die mehr als 2.500 Kilometer lange Küste vor Mosambik besitzt Traumstrände, die noch nicht einmal auf den internationalen Surfkarten dieser Welt verzeichnet sind. Daneben gibt es andere kleine, aber feine Surfdestinationen wie Tofo oder Pounta de Oura. Pounta ist wegen seiner Nähe zu Südafrika schon recht überlaufen, aber in Tofo paddelst du an den meisten Tagen mit einer Handvoll anderer Surfer im Wasser – oder Delfinen, die dir deine Welle stibitzen.

In meinen Tofo Surf Guide habe ich dir eine ausführliche Liste aller Surfspots in der Region zusammengestellt.

 

Unberührte Natur auf Safari

Mosambik
Die Naturparadiese im Land scheine unbeschränkt zu sein. Ob auf Safari im Gorongoza Nationalpark oder im Kruger Nationalpark, der seine Grenzen mit Südafrika teilt: Du wirst mit unvergleichlicher Natur belohnt und musst dir auch hier die Parks nicht mit hunderten anderen teilen.

 

6. Menschenleere Strände in Mosambik

Tofo Beach
Diese Fotos sagen alles: Menschenleere und atemberaubend schöne Strände.

Mosambik

 

Mosambik ist sicher

Im Vergleich zu seinen Nachbarländern wie Südafrika ist Mosambik unheimlich sicher. Von bewaffneten Raubüberfällen oder Morden hörst du in Mosambik Gott sei Dank nichts.

Ich bin als Frau stets alleine gereist, und habe mich sicher und vor allen Dingen gut behandelt gefühlt. Zusätzlich behielten mich die Einheimischen im Auge.

 

Leckeres Essen

Mosambik
Matapa, Ortaliza, oder Peri Peri – das Essen ist einfach, aber köstlich und nahrhaft. Das leckere Nationalgericht Matapa, bestehend aus Cassavablättern, Knoblauch, Zwiebeln und Kokosnussmilch, wird dir an jeder Straßenecke serviert und kostet nicht mehr als einen Euro.

Früchte sind für unsere Verhältnisse günstig und werden jeden Tag frisch angeboten. Ebenso wie fangfrischer Fisch, den die Fischer jeden Tag am Strand verkaufen. Hmm…

 

Günstige Lebenshaltungskosten

Tofo Beach
Es heißt immer, Afrika sei unheimlich teuer zum Reisen. Und das stimmt sicherlich, wenn du dich auf Safari begibst oder überteuerte Touren aus Europa buchst, bei denen sich die Tour-Veranstalter die Taschen vollschlagen und nichts bei den Locals ankommt.

Wenn du allerdings wie die Einheimischen in Mosambik unterwegs bist, zahlst du auch fast genauso wenig wie sie: Ein Euro Lunch. Reife Avocados für nicht einmal zehn Cent. Unterkünfte für 150 Euro im Monat – und das ist noch verhältnismäßig teuer.

 

Mache dich auf Abenteuer gefasst

Mosambik
Diese Abenteuergefühl fängt schon bei den Busfahrten an: Ein Beispiel gefällig? Busse sollten eigentlich auf der linken Seite fahren, aber bei dem Zustand der Straßen in Mosambik schlingern sie einfach auf der Seite, auf der sich die wenigsten Schlaglöcher befinden. Wenn du während der Fahrt auf die Toilette musst, frag einfach den Busfahrer und er wird sofort anhalten. Egal wo du dich gerade befindest – du hockst dich dann einfach an den Wegesrand.

„Troco“ bedeutet Wechselgeld und ist ein ganz wichtiges Wort zum Erinnern. Es bedeutet Wechselgeld und die richtige Menge scheint es nie zu geben, egal welchen Betrag du gerade bezahlst hast. Aber wie durch Zauberhand taucht es irgendwann trotzdem immer auf.

Meistens bist du die einzige „Muzungu“ und wirst von kleinen Kindern so lange angestarrt, dass du anfängst zu glauben, du hättest Ausschlag im Gesicht. Einmal daran gewohnt, kannst du die volle Aufmerksamkeit der Einheimischen gut gebrauchen, um dich überhaupt irgendwie in dem oftmals verrückten Chaos Afrikas zu Recht zu finden.

 

Worauf wartest du mit deinem Besuch noch?

Im Moment scheint Mosambik langsam aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen, aber bis es voll und ganz im internationalen Urlaubszirkus angekommen ist, empfehle ich dir wärmstens einen Besuch ins südliche Afrika. Dort kannst du den Massen an Touristen entfliehen und dich wie ein Entdecker fühlen.

Und sicher ist es obendrein noch – gerade für alleinreisende Frauen wie mich ein Thema!

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