In Tofo surfen zu gehen, wird ein Leben ändern! Wo sonst in Afrika, wenn nicht in Mosambik, kannst du an menschenleeren Surfspots mit Walhaien wellenreiten? Mein Tofo Surfguide beantwortet dir alle Fragen zu deinem Urlaub.

Das Dörfchen Tofo im Süden Mosambiks ist mit seinen warmen tropischen Gewässern und fischigen Giganten wie Walhaien, Mantarochen und Buckelwalen seit vielen Jahren das Traumziel für Taucher aus aller Welt. Mindestens ebenso wichtig fand ich aber, dass dieser einzigartige Küstenstreifen auch eine Vielzahl von Weltklasse Surf Breaks für alle Schwierigkeitsgrade bietet. Warum ich unbedingt meine Divemaster Ausbildung in Tofo machen wollte, und wie genial die Surfspots dort sind, erfährst du in meinem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Fakten zu deinem Mosambik Urlaub
In Tofo Surfen
Tofo Surfen Guide – Tofinho
Barra Beach an besonderen Tagen
Dinos Left
Miete dir Surfboards im Ort
Die beste Jahreszeit zum Tofo Surfen
Brauche ich einen Neoprenanzug in Tofo?
Was es außer Tofo Surfen zu tun gibt
Schnorcheln und Tauchen in Tofo
Wie sicher ist Mosambik?
Unterkünfte in Tofo
Gibt es im Ort WLAN?
Anreise zum Tofo surfen
Visum für Mosambik
Was du sonst noch für deinen Surftrip wissen musst
Mein Fazit zum Tofo Surfen

Die meisten guten Tauchspots der Welt sind nicht gerade berühmt für ihre starken Wellen. Schließlich braucht man als Taucher klare Sicht und einigermaßen ruhiges Gewässer. Dagegen befinden sich die meisten Surfspots oftmals ziemlich weit weg von interessanten Tauchspots. Ein Dilemma für Surfer für mich.

Doch dann hörte ich von Tofo wie von einem weit entfernten Traum für alle Wassersportler. Surfen, tauchen, schnorcheln, Kiten, Kajaken – alles machbar an diesem paradiesischen Ort und noch dazu zu Weltklasse-Bedingungen! Dabei sollen einige der Surfspots so leer sein, dass die einzigen Begleiter im Wasser Walhaie, Delfine oder gelegentlich Schildkröten seien. Ich war fasziniert und wollte unbedingt ins gelobte Land!

Fakten zu deinem Mosambik Urlaub

Mosambik klang für mich erst einmal wirklich wie am sprichwörtlichen anderen Ende der Welt und schrecklich weit weg. Hinzukommt, dass das Land bis auf ein paar Ausnahmen touristisch relativ unerschlossen ist. Die 2.500 Kilometer lange Küste am Indischen Ozean nördlich von Südafrika ließ allerdings darauf schließen, dass es noch viele weitere surfbare Strände mit tropisch blauem Wasser und palmengesäumten weißen Sandstränden gibt. Es muss sie nur jemand entdecken.

Und die wollte ich unbedingt kennenlernen! Ich informierte mich ein wenig beim Auswärtigen Amt und hörte immer wieder die gleichen Horror-Stories, über ein von vielen Kriegsjahrzehnten gebeutelten Landes: Von bitterer Armut, schlechten öffentlichen Verkehrsanbindungen und einer haarsträubenden Visumspolitik war die Rede. Gleichzeitig dachte ich mir jedoch, dass wenig Touristen leere Wellen und viel Ruhe in der Natur und Austausch mit Einheimischen bedeuten würden ohne dass das große Abkassieren von Westlern begonnen hätte.

Fröhlich packte ich also meine Siebensachen und beschloss meine Ausbildung zum Divemaster in Tofo zu machen. Inständig hoffte ich, dass ich an den Nachmittagen genug Zeit haben würde, surfen zu gehen.

Und ich wurde nicht enttäuscht! In Tofo zu surfen ist einfach unglaublich, und kann locker mit anderen Orten auf dieser Welt wie in Australien mithalten! Wo sonst teilst du dir als Einzige die Welle mit Walhaien und Delfinen?

In Tofo Surfen

Tofo
Tofo, in der Inhambane Provinz gelegen, besteht aus nicht viel mehr als ein paar Häusern, einem zentralen Markt, der bunte Sarongs sowie Obst, Gemüse und Fisch verkauft und einer unglaublich dramatischen Sandbucht. Und genau dort spielt sich die ganze Action ab.

An der Landzunge bricht ein sanfter Righthander, der vor größerer Brandung durch ein weiter draußen liegendes Riff geschützt wird. Die dadurch entstehenden kleinen, sauberen Wellen ziehen Surf-Anfänger und Intermediates an, die sich noch nicht an die harten Brocken heran trauen.

An diesem Surfspot ist der Winter die optimale Jahreszeit, um surfen zu gehen. Auf der Südhalbkugel bedeutet das eben während unserer Sommermonate zwischen Juni und August. Die beste Windrichtung ist von Süd-Südwest. Die ideale Wellenrichtung ist von Südosten.

✓ Righhander

Tofo Surfen Guide – Tofinho

Tofo surfen
Das herausfordernde Riff am Strand von Tofinho befindet sich keine Viertelstunde Fußweg von Tofo in Richtung Süden entfernt. Dort brechen die Wellen in tosenden und schnellen Abständen zum Strand hin und obwohl es so aussieht, handelt es sich in Tofinho nicht um einen Beachbreak.

Tofinho ist ein ziemlich exponierter Reef und Point Break mit ziemlich zuverlässigen Wellen. Der Winter ist die beste Jahreszeit für ein paar Surf sessions. Tofinho funktioniert am besten bei Offshore-Winden aus dem Südwesten und bis auf eine Handvoll Surfer wird es hier selten voll.

✓ Righthand Reefbreak

✓ Nicht bei Ebbe ins Wasser gehen, da das Riff knapp unter der Wasseroberfläche endet.

✓ Achtung: Auf Felsen im Wasser achten und im Zweifelsfall besser am zweiten Peak in der Mitte der Bucht sitzen.

Barra Beach an besonderen Tagen

Wenn du keinen Bock mehr darauf hast, in Tofo surfen zu gehen, dann erreichst du in 30 – 40 Minuten mit dem Auto in Richtung Inhambane Barra. Dort soll es eine Weltklasse Welle geben, aber sie bricht nur selten, und in vier Monaten habe ich davon nichts gehört.

Dinos Left

Dinos Left liegt einfach am offenen Strand ein wenig außerhalb von Tofo vor Dinos Bar. Die Welle funktioniert nur im Winter und auch dann nur ab und zu. Die beste Windrichtung ist von Südwesten und der Swell sollte von Südosten kommen.

Miete dir Surfboards im Ort

Im Tofo Surf Shack am Strand hinter dem Markt kannst du für wenig Geld Surfboards ausleihen und Surfunterricht nehmen. Wenn du länger bleibst, dann lohnt sich eine günstigere Wochenmiete, die im Shack auch angeboten werden.

Bei mehrmonatigem Aufenthalt lohnt sich der Kauf eines Surfboard. Spreche einfach die Leute im Shop an. Die kriegen ihre Bretter aus Durban in Südafrika und verkaufen diese recht günstig.

Die beste Jahreszeit zum Tofo Surfen

Tofo
Die beste Zeit für einen Besuch in Mosambik mit deinem Surfbrett ist der Winter zwischen Juni und August. Dann schlagen kräftige Stürme an der Küste auf und der Wellengang ist heftig. Leider funken die starken On-Shore Winde im Winter oft dazwischen und lassen die Wellen sehr unsauber werden.

Tropische Stürme und Zyklone häufen sich in der Zeit von Januar bis März. Dann schlagen oftmals riesige Wellen entlang der Küste. Ich würde mich bei solchen Stürmen nicht ins Wasser trauen, aber einige Verrückte wagen es immer wieder, bei dem Wetter in Tofo surfen zu gehen. Lefthander und Righthander beginnen überall zu arbeiten und die warmen Wassertemperaturen der Saison erlauben dir nur mit Boardshorts zu surfen. Riesiger Bonus für mich Frostbeule!

Doch selbst an Tagen, die nicht durch ausgewachsene Wirbelstürme galten, surfte ich viele Mal kleine, feine Wellen in den Herbstmonaten Februar bis Juni in Tofo und Tofinho.

✓ Temperaturen im Winter: 19 – 26 Grad

Brauche ich einen Neoprenanzug in Tofo?

Mosambik liegt in den Tropen und obwohl die kalte Jahreszeit kühlere Temperaturen mit sich bringt, ist das Wasser das gesamte Jahr über angenehm warm. Das bedeutet, dass du an frischen Wintermorgen nur einen dünnen Neoprenanzug gegen den Wind brauchst.

✓ Wassertemperatur Winter: 23 – 24 °C (Juni – September)

✓ Wassertemperatur Sommer: 26 – 28 °C (Oktober – März) um 26 – 28 ° C

Was es außer Tofo Surfen zu tun gibt

Die beschauliche, dörfliche Atmosphäre in Tofo Beach mit seinen vielen kleinen Cafés, Restaurants, Backpackern und Surfshops verführte mich sofort. Obwohl es so klein ist, dass du das Dorf locker in zehn Minuten abläufst, finden wöchentliche Live-Musik-Events und Partys statt. Die Einheimischen gehen gerne am Wochenende aus, aber eigentlich findet man jeden Wochentag etwas Spannendes.

Schnorcheln und Tauchen in Tofo

Tofo Walhai
Das klare Wasser und die geschützten Buchten entlang der weißen Sandstrände in Mosambik bieten außerdem großartige Möglichkeiten zum Tauchen und Schnorcheln und waren schließlich auch der Hauptgrund, warum es mich nach Tofo gezogen hatte.

An den berühmten Riffs kannst du mit dem größten Fisch der Welt schwimmen: Dem bis zu 12,5 Meter lang werdenden Walhai. Lokale Tauchshops bringen Touristen zum Schnorcheln mit den für Menschen völlig harmlosen Tieren auf sogenannten Ocean Safaris. Diese zweistündigen Touren habe ich fast täglich geführt und fand es immer wieder ein überwältigendes Erlebnis mit den majestätischen Walhaien und Manta-Rochen im offenen Meer zu schwimmen.

Die meisten Tiere waren super entspannt und überaus neugierig und schwammen lange mit uns. Andere spektakuläre Meerestierbeobachtungen beim Tauchen waren Schildkröten, Buckelwale, Delfine, viele Arten von Stachelrochen und Hai-Arten. Ein Traum für Taucher, die auf Megafauna stehen! Größer ist manchmal eben doch besser!

Alles rund ums Tauchen in Mosambik liest du in meinem Artikel: Tauchen in Tofo

Wie sicher ist Mosambik?

Tofo Beach Volleyball
Malaria ist ein Risiko und auch HIV bzw. AIDS ist ein großes Problem in Mosambik. Aber wie bei allem im Leben tut gesunder Menschenverstand und viel Insektenspray sein Übriges, die Gefahren zu minimieren. In Mosambik scheint Malaria so häufig wie ein Schnupfen vorzukommen und die Einheimischen sehen es pragmatisch. Daher kennen sich die meisten Krankenhäuser bestens mit der Feststellung und Bekämpfung aus.

Übrigens gibt es in Tofo bei Peri Peri Divers einen Krankenpfleger, bei dem man sich gegen Malaria testen lassen kann und der gegebenenfalls Medikamente besorgt.

Unterkünfte in Tofo

Tofo
Ich habe vier Monate in einem wunderschönen offenen Haus mit Sicht aufs Meer gelebt: Dem Top Of The Dunes Guesthouse, das zwischen Tofo und Tofinho liegt. Unterkünfte gibt es im Ort wie Sand am Meer und bei den Kosten kannst du mit 200 – 300 Euro monatlich rechnen bzw. 10 – 20 Euro pro Nacht. Im Hostel wie zum Beispiel den Pariango Beach Motel kannst du auch für weniger unterkommen und hast eine wunderbare Aussicht auf den Strand.

Wenn du es luxuriöser magst, dann empfehle ich dir das schicke Baia Sonambula, das wirklich traumhaft schön aussieht und einen wunderbaren Blick über das Meer bietet. Ein bisschen im Landesinneren liegt noch das coole Mozambeat Hostel, das viele Partys veranstaltet und echt cool designt ist, aber auch mit 30 Minuten Fußmarsch ziemlich JWD liegt.

In Tofhino gibt es ebenfalls ein paar Unterkünfte, aber da dort nichts los ist, und es nicht einmal Einkaufsmöglichkeiten oder dergleichen gibt, ist es besser, den 15 minütigen Fußweg von Tofo zu nehmen.

Gibt es im Ort WLAN?

Die großen Restaurants wie Casa Barry bieten WLAN an, um mit der Welt zu kommunizieren oder zu arbeiten. Allerdings gibt es regelmäßig im Ort Stromausfälle, und das Internet ist zum Haare raufen langsam. Da ich länger vor Ort war, habe ich mir eine lokale SIM-Karte zugelegt, die nicht teuer ist. Die kannst du am Markt aufladen und 1 GB kosten umgerechnet nicht mal vier Euro.

Anreise zum Tofo surfen


Günstige Flüge gibt es nach Johannesburg mit South Africa Air für rund 600 Euro. Die Surfboard-Mitnahme ist mit South Africa Air umsonst, ein echter Bonus!

Von Johannesburg nimmst du einen kleine Flieger mit LAM Mozambique in die Provinzhauptstadt Inhambane, der rund 80 Euro kostet, wenn du im Voraus buchst. Auch hier kannst du dein Board kostenlos mitnehmen.

Von Inhambane fahren Taxis nach Tofo in weniger als 30 Minuten. Über den Preis verhandelst du am besten vor der Abfahrt.

Alternativ fahren mehrmals die Woche direkte Shuttlebusse von Johannesbug nach Tofo. Die kosten rund 80 Euro und dauern je nach Verkehrslage 16 Stunden.

Visum für Mosambik

Mit Ausnahme der Einwohner einiger südafrikanischer Länder benötigen alle Reisenden ein Visum für die Einreise nach Mosambik. Ich habe mir bei meiner ersten Einreise ein dreimonatiges Visum in Berlin bei der Botschaft besorgt, musste jedoch alle 30 Tage das Land verlassen. Alternativ geht auch ein sogenannter Visa Run in die benachbarte Großstadt Maxixe, wo du dir einen Stempel gegen eine Gebühr erkaufen kannst.

Später bin ich dann aus Südafrika über den Landweg eingereist und konnte bei meiner Ankunft ein 30-tägiges Visum kaufen.

✓ Einfachvisum: 60,- Euro (60 Tage gültig / 30 Tage Aufenthaltsdauer)

✓ Drei-Monatsvisum: 165,- Euro (30 Tage / Einreise)

Was du sonst noch für deinen Surftrip wissen musst…

… Beantrage dein Visum zuhause in Deutschland in der Botschaft von Mosambik, um Streitigkeiten bei der Einreise zu vermeiden.

… Bringe unbedingt ausreichend Sonnenschutz, Insektenspray und tropisches Surfwachs mit. Du kannst dies zwar auch auf dem Markt kaufen, aber dort zahlst du meist drauf.

Mosambik ist günstig, allerdings wenn du wie die Locals isst und lebst. Gehst du in den Touristenhotspots in Restaurants essen zahlst du genauso viel wie in heimischen Gefilden!

… Die Preise liegen bei 3 – 4 Euro für eine Pizza (Brancos!)

… Das mosambikanische Nationalgericht Matapa aus Maniokblättern und Reis kostet 70 MZN (1 Euro!) auf dem Markt und ist wahnsinnig lecker!

… Jeden Freitag steppt der Bär auf der Bretterblech-Bar am Markt, und laute Musik schallt aus Ghettoblastern. Sehr günstige Getränke und viele Locals vor Ort sind immer ein Garant für gute Laune!

Mein Fazit zum Tofo Surfen

Der Guardian” hat Tofo als eine der zehn besten Surf-Locations der Welt bezeichnet. Zu Recht! Traumhaft schöne Strände mit unglaublichen Wellen und wenigen Surfern. Warme, offene Menschen. Lecker Essen und günstige Möglichkeiten für Langzeitreisende zum Übernachten sind jedem Naturliebhaber und Surf Liebhaber nur zu empfehlen. Ganz großes Wow!

Mein Mosambik Backpacking Guide
Mosambik ist der neue Geheimtipp im Reisezirkus
Meine besten Tipps für deine Reise nach Tofo

Wenn Du Fragen zu Tofo habt, dann freue ich mich über deine Kommentare!

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Mosambik

Tofo & Tofinho
4.5Natur pur!
Beständigkeit
Righthander
Geeignet für Anfänger
Geeignet für Pros
Leihmaterial