Backpacking Karibik Reiseführer

Backpacking Karibik: Beim Backpacking in der Karibik musst du das Budget, die Kosten und die Route genau im Auge behalten. Meine Reisetipps über die karibischen Inseln bringen dich für wenig Geld an die schönsten Orte der Karibik.

Bevor du jetzt denkst, dass du mehrere Monate gechillt durch die Postkarten-Idylle karibischer Inseln fahren kannst und dabei nur ein paar Euro brauchst, muss ich dich leider enttäuschen.

Die Karibik ist kein klassisches Backpacking-Reiseziel. Billige Unterkünfte mit vielen anderen Backpackern sucht man in der Region vergeblich. Dagegen wartet die Karibik mit traumhaften Stränden, unzähligen kleinen Inseln, grünen Regenwäldern und ganzjährig warmen Klima auf.

Auf kleinstem Raum leben mehr als 36 Millionen Menschen zusammen, die in ihrer Kultur unterschiedlicher nicht sein können. Alle verbindet jedoch eine unglaubliche Lebensfreude gepaart mit mitreißender Liebe zur Musik und einer teils sehr wechselvollen Geschichte.

Die Karibik ist ein Eldorado für Wasserport-Fans und speziell die Segler, Kiter und Taucher kommen auf ihre Kosten.

Einfach von Europa zu erreichen, bietet die Karibik für jeden Geschmack das passende Abenteuer. Sei es nun in einem All Inclusive-Urlaub auf der Dominikanischen Republik oder ganz individuell auf einem Segelboot auf den Jungferninseln.

Und mit meinen Tipps zum Backpacken in der Karibik gelingt dir auch ein halbwegs günstiges Abenteuer im Paradies.

Plane dein Budget in der Karibik ein

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Ein Budget für eine derart vielfältige Region einzuplanen ist schwierig. In Ländern wie Haiti oder Kuba reicht ein tägliches Budget von rund 60 US$.

Zieht es dich jedoch auf die bekannten High Society-Inseln wie die Bahamas oder St. Barth kannst du locker mit einigen hundert US$ am Tag rechnen.

Allerdings gibt es hier Spielraum, wenn du dort einkaufst, wo die Einheimischen einkaufen und dich erkundigst, ob du am Strand zelten darfst. Allerdings habe ich für das Aufstellen meines Zeltes am Strand von Tortola auf den Britischen Jungferninseln ganze 40$ die Nacht hinblättern müssen.

Dabei handelte es sich nicht einmal um einen Zeltplatz, sondern um ein Restaurant mit Strandblick. Ich schlief vor der Veranda und musste zum Duschen durch das Restaurant schlürfen.

Welche Inseln sind denn jetzt günstig?

Das wären

Puerto Rico -Backpacker Hostel: Ca. 15 Euro.

Jamaika – Backpacker Hostel: Ca 20 Euro

Dominikanische Republik – Backpacker Hostel: Ca.35 Euro

Mittelamerikanische Länder wie Panama und Nicaragua – Backpacker Hostel: Ca. 15 Euro

Jamaika und Puerto Rico sind quasi das Eldorado für Backpacker mit Lodges und Zeltplätzen für weniger als 20 Euro pro Nacht. Panama, Nicaragua und Honduras teilen sich einen wunderbaren Küstenabschnitt am Karibischem Meer. Dazu liegen die Corn Inseln vor Nicaragua direkt im Meer und genauso die unglaublich schönen Bay Islands vor Honduras.

Tipps zum Geld sparen beim Backpacking Karibik

Karibik Grillen (c) Anja Knorr

✓ Zelte so oft es geht oder nutze Couchsurfing.

✓ Da es in der Karibik nicht sehr viele Couchsurfingangebote gibt, ist Airbnb eine gute Idee, gerade wenn du lange an einem Ort bist.

✓ Bleibe einen Monat an einem Ort und miete dir ein günstiges Zimmer.

✓ So sparst du dir auch unnötige Ausgaben für weitere Flüge und teure Fähren.

✓ Fahre außerhalb der Saison – also in der Hurrikan-Saison zwischen Juli und September.

✓ Da Martinique und Guadeloupe Teil Frankreichs sind, kannst du dort ohne weiteres leben und arbeiten solange du willst. Du könntest im Hotel an der Rezeption arbeiten oder auch als Tauchlehrerin – diese coolen Jobs sind machbar.

✓ Esse wie die Einheimischen an öffentlichen Ständen oder koche selber.

✓ Meide Restaurants und Unterkünfte in Strandnähe – das kostet meist extra.

✓ Trampe oder nutze so oft es geht die öffentlichen Verkehrsmittel.

✓ Suchst du noch nach einer Möglichkeit von Insel zu Insel zu segeln? Dann laufe in den Häfen die Yachten ab und frage nach Arbeit. Die Boote suchen oft Deckhands, Kellner und Hostessen.

Augen auf beim Flugbuchen

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Die Region der Karibik besteht aus mehr als 7000 Inseln, die von dreizehn Staaten und einer Handvoll europäischer Überseegebiete proklamiert sind.

Französische Überseegebiete wie Martinique und Guadeloupe sind von Paris aus in einem achtstündigem Direktflug mit AirFrance oder Air Caraibe zu erreichen und kosten nicht mehr als 500 Euro bei rechtzeitiger Buchung.

Mit Delta fliegst du aus den Staaten günstig in die Karibik und Condor hat mittlerweile richtig gute Angebote aus Frankfurt – auch im Direktflug.

Mein Reisetipp: Buche einen Pauschalurlaub in der DomRep für ein bis zwei Wochen und verschiebe deinen Rückflug. Dann kannst du die ersten Wochen im Hotel ausspannen und anschließend alleine weiterziehen und das wahre Leben in der Karibik entdecken. Mit solchen Pauschalangeboten bist du für 800 Euro oftmals schon dabei für Flug, Unterkunft und Verpflegung.

So findest du günstige Flugtickets.

Einreise in die karibischen Länder

Die Einreise in die karibischen Länder ist mehr als unproblematisch und ein Visum wird für keines der Länder benötigt.

Viele Länder der Karibik gehören zur europäischen Union – wie etwa Guadeloupe oder Martinique. Rein theoretisch kannst du dort sogar arbeiten.

In anderen, die zu den USA gehören wie etwa Puerto Rico oder die US Virgin Islands reicht es aus, die ESTA-Reisegenehmigung vor deinem Abflug im Internet auszufüllen.

In den souveränen Ländern erhältst du bei deiner Ankunft im Land eine Touristenkarte, die du ausfüllst und bis zum Ende deiner Reise in deinem Reisepass aufhebst.

Impfungen für die Karibik

Die gängigen Impfungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus solltest du unbedingt vor der Abreise auffrischen.

Eine Malaria-Prophylaxe ist dagegen unnötig.

In den letzten Jahren hat sich das Dengue-Fieber in der Karibik-Region ausgebreitet, gegen das man sich jedoch noch nicht impfen lassen kann.

Einzig eine entsprechende Prophylaxe mit Insekten-Spray und langer Kleidung hilft gegen diese meist harmlos verlaufende Krankheit, die in Einzelfällen jedoch aus lebensgefährlich sein kann.

Alle wichtigen Informationen der karibischen Länder auf einen Blick

Hauptstadt Fläche Einwohner Währung Vorwahl
US Virgin Islands Charlotte Amalie 349 km² ca. 100.000 US $ +1
Anguilla The Valley 96km² rund 15.500 1 Ostkaribischer $ = 0,27 € +1
Antigua und Barbuda Saint John’s 442km² rund 85.600 1 Ostkaribischer $ = 0,27 € +1
Aruba Oranjestad 180 km² rund 100.000 1 Aruba-Florin= 0,41 € +297
Bahamas Nassau 13.940 km² rund 350.000 1 Bahama-Dollar = 0,74 € +1
Barbados Bridgetown 430 km² 286.700 1 Barbados $ = 0,37 € +1
Bonaire Oranjestad 180 km² rund 100.000 1 Aruba-Florin= 0,41 € +297
British Virgin Islands Road Town 153 km² rund 24.000 US $ +1
Curacao Oranjestad 180 km² rund 100.000 1 Aruba-Florin= 0,41 € +297
Dominica Roseau 746 km² rund 72.000 1 Ostkaribischer $ = 0,27 € +1
Dominikanische Republik Santo Domingo 48730 km² rund 10 Mio. 100 Dominikanischer Peso = 1,89 € +1
Grenada St George’s 344 km² 107.850 1 Ostkaribischer $ = 0,27 € +1
Guadeloupe Basse-Terre 1628 km² 404.000 Euro +590
Haiti Port-au-Pricce 27.750 km² rund 10 Mio. 100 Gourde = 1,79 € +509
Jamaika Kingston 10.991 km² rund 3 Mio. 100 Jamaika $ = 0,83 € +1(876)
Cayman Islands George Town 264km² rund 49.000 Cayman $ = 0,92 € +1 (345)
Kuba Havanna 104.555,61 km² rund 11 Mio. Kubanischer Peso (CUP) / Konvertibler Peso (CUC) +53
Martinique Fort-de-France 1.128 km² rund 400.000 Euro +596
Montserrat Pymouth, Brades de facto 102 km² 4.922 1 Ostkaribischer $ = 0,27 € +1(664)
Puerto Rico San Juan 8.959 km² rund 3,5 Mio. US $ +1 (787) und (939)
Saba The Bottom 13 km² 1737 Euro
St-Barthélemy Gustavia 21km² rund 9000 Euro +590
St Martin Fr: Marigot / NL: Philipsburg 91,9 km² rund 70.000 Euro +507
St. Kitts und Nevis Basseterre 269 km² rund 50.000 1 Ostkaribischer $ = 0,27 € +1 (869)
St. Lucia Castries 616,3 km² rund 170.000 1 Ostkaribischer $ = 0,27 € +1 (758)
St. Vincent und die Grenadinen Kingstown 389 km² rund 117.000 1 Ostkaribischer $ = 0,27 € +1(784)
Trinidad und Tobago Port of Spain 5.128 km² rund 1,3 Mio. 1 Trinidad-und-Tobago-Dollar = 0,12 € +1(868)

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