SUP Einführung: SUP surfen lernen leicht gemacht mit diesen Techniken und allen Informationen zu Fahrtraining und Surfboards – ganz ohne teure Surfschule.

Das erste Mal in meinem Leben hatte ich an Australiens Ostküste einen Mann auf dem Wasser stehen sehen. So sah es zumindest von weitem aus. Bei näherer Betrachtung stand er auf einem Surfbrett, in seiner Hand ein Paddel. Gemächlich cruiste er auf dem flachen Wasser und ich verstand nicht, was das Ganze bringen sollte. Es gab keine Wellen, keinen Wind. Warum ging er überhaupt mit einem Board raus?

Weil ich schon immer ein besonderes Gespür für die neusten Trends hatte, erklärte ich den Mann für verrückt und hielt ihn für eine kauzige Eintagsfliege. Ich konnte ja nicht ahnen, dass es sich beim Stand Up Paddling um den neusten Trend handelte.

Ein paar Jahre später sprießen nämlich die Verleihstationen wie Unkraut aus dem Boden. Viele schwärmen von dem Training an frischer Luft und dass das ständige Ausbalancieren auf dem Board das Gleichgewicht schulen würde.

Also wollte ich das gute Ding auch einmal ausprobieren. Zunächst noch etwas wacklig auf dem Meer vor der kalifornischen Küste. Die sanften Wellen rissen mich mehrmals vom Boot, und ich konnte mir nicht vorstellen, warum jemand freiwillig so einen langweiligen Sport ausüben würde und gab gefrustet auf.

SUP-Hollister-Ranch-c-Anja-Knor

Ein paar Mal traute ich mich dann doch noch auf das einem Floß ähnelnden Stand Up Paddling Surfboard und ließ mir die richtige Technik erklären.

Den Besuch einer teuren Surfschule kannst du dir allerdings sparen. Du musst einfach nur üben. Üben!

Das richtige SUP Board finden

Perfektes SUP Board für See und Meer: Das JP Australia SurfAir ist wendig und aufblasbar und ist perfekt für See und Meer. Funktioniert aber auch auf der Welle. (850 Euro) Dazu passt das dreiteilige Fiberglaspaddel mit sehr griffigem Schaft „Glass Paddle“ von JP Australia. (200 Euro) Das Paddel lässt sich auch einfach zerlegen.

Perfektes SUP Board für Langstrecken: Der BIC C-Tec Tracer (1750 Euro) ist dagegen ein schneller Gleiter für Langstrecken und Rennen. Das Carbongewebe reduziert das Gewicht. Das Fiberglasblatt des „SUP Paddle Carbon/Fiber“ von BIC für 910 Euro verfügt über einen Carbonschaft.

Perfektes SUP Board für Flüsse und Seen: Zuletzt eignet sich das aufblasbare Tourenboard Starboard Astro Touring (910 Euro) perfekt für Flüsse und Seen und hat am Rumpf eine Gurtlinie für dein Gepäck. Das dazu passende Paddel „Tiki Tech Paddle“ von Starboard (160 Euro) ist in der preisgünstigen Klasse das leichteste Paddel.

SUP Surf Technik Nr 1 – Gleichgewicht halten

Ratsam ist, dass du auf jeden Fall erst einmal auf einem See übst, um schnell das Erfolgserlebnis zu haben, stehen zu können und sich wohl auf dem Board zu fühlen. Der See sollte wenig besucht sein, flach und eine glatte Oberfläche haben, damit du möglichst nicht aus dem Gleichgewicht fällst.

Trotzdem wirst du wahrscheinlich zunächst Probleme mit dem Gleichgewicht haben. Das kannst du aber üben:

Versuche im Sand oder auf einer Luftmatratze möglichst lange einbeinig zu stehen. Wnen dir das zu leicht erscheint, dann mach einfach dabei die Augen zu.

SUP Surf Technik Nr 2 – Richige Paddellänge finden

Auch die richtige Länge des Paddels ist wichtig, um optimal paddeln zu können. Das Paddel sollte rund eine Paddel-Blattlänge länger sein als der Sportler selber.

Dazu streckst du den schwächeren Arm nach oben und hälst das stehende Paddel. Es sollte dabei unter dein Handgelenk passen, ohne dass du dich dabei strecken musst.

SUP Technik Surf Nr 3 – Richtig Aufsteigen

Lege das Paddel quer auf das Brett und knie mit einem Bein in der Mitte des Boards. Mit dem anderen Bein stößt du dich ab und kniest dann mit beiden Beinen in der Mitte des Boards. Achte beim Aufsteigen auf die Finne: Sie kann leicht brechen.

Dann stehst du langsam auf und presst beide Füße zentral auf dem Board, die Füße auf einer Höhe schulterbreit auseinander, die Knie leicht gebeugt. Und schon paddelst du – herzlichen Glückwunsch!

SUP Technik Surf Nr 4 – Richtige Haltung des Paddels

Aufrecht auf dem Surfbrett stehend, paddelst du mit deinem Stechpaddel in kräftigen Zügen. Dabei hälst du das Paddel mit dem Blatt ins Waser und hast eine Hand oben auf dem Knauf und eine andere am Schaft. Der Winkel des Blatts zeigt nach vorne. Dann stichst du das Blatt möglichst weit vorn neben dem Board ein. Die gestreckten Arme bilden mit dem Schaft ein Dreieck, so kommt die Kraft aus dem Rumpf. Paddel bis zu den Fersen durchs Wasser ziehen, dann herausziehen und wieder nach vorn führen.

Nach fünf bis sechs Schlägen wechselst du die Seite.

Zunächst driftete ich immer zu der Seite ab, auf der ich nicht paddelte. Da ich keine Lust hatte, regelmäßig die Seiten zu wechseln, trainierte ich mit weit ausschlagenden Ausholbewegungen das Board auf einer Linie zu halten.

Nach einigen Einheiten auf dem See, fand ich meine Balance und fing an, das SUPen zu mögen. Als recht anstrengendes Outdoor-Training ist es ideal für Menschen, die nicht regelmäßig an das meer kommen, um Wellen zu finden.

Vorteile des SUP Surfens

SUP Boarding Bulgarien (c) Anja Knorr

✓ Du tust etwas für deinen Rücken und Bauch, da die Paddelbewegung aus dem Rumpf heraus geschieht. Mit dem SUP Board werden Ausdauer, Koordination und Gleichgewicht trainiert.

✓ Beim SUP-Surfen kann das Paddel zusätzlich zum Steuern des Surfbretts und zur Unterstützung der Balance eingesetzt werden.

✓ Auch wird durch das Paddel die Schubkraft der Wellen erhöht, wodurch du schon die kleinsten Wellen abreiten kannst.

✓ Und um diese überhaupt erst einmal zu sehen, ist es klasse, dass man auf dem Board erhöht steht und das anrauschende Set Wellen gut im Überblick hat.

Wichtige Regeln beim SUP Surfing

Achtung Naturschutz: Gelbe Bojen grenzen in der Regel gesperrte Gebiete ab, die nicht befahren werden dürfen. Schilf ist immer tabu.

✓ Vor allem auf Flüssen solltest du die erste Tour nicht alleine fahren. Suche dir einen ortskundigen Partner.

✓ Auf großen Flüssen musst du unbedingt die Fahrrinnen der Berufsschifffahrt meiden.

✓ Trage im Wildwasser immer eine Schwimmweste, Schuhe und Helm.

✓ Langsam fließende Gewässer sind oft aufgestaut. Fahre nie zu nahe an Staustufen heran. Unterhalb eines Whers entstehen oft gefährliche Wirbel, in die ein Paddler leicht herein, abe rnict wieder herauskommt.

✓ In flachem Wasser brauchst du das richtige Brett. Harte Epoxybretter gehen bei Kontakt mit Steinen oder Grund schnell kaputt. Besser sind aufblasbare Boards.

SUP Surfing lernen – Ein Fazit

SUP Italien (c) Anja Knorr
Das Surfen wird immer meine erste Leidenschaft sein, da ich das Gefühl liebe, nah am Geschehen dran zu sein und auf einer Welle entlang zu gleiten. Doch wann immer ich an einem See bin und einfach nur mal meine Ruhe haben will, lohnt sich für mich eine Tour auf dem SUP-Board, um meine Gedanken zu ordnen und abzuschalten.

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!