Meine ultimativen Malta Tipps helfen dir bei deiner Planung deiner Reise. Wenn du nützliche Infos zur Sprache, Budget oder Öffis suchst, bist du hier genau richtig.

Jetzt, da halb Deutschland im Weihnachtstress zu sein scheint und unsere mehlig weiße Haut nach ein wenig Sonne lechzt, wäre ein spontaner Trip in die Sonne doch eine tolle Alternative, oder? Anstatt zu jammern einfach mal machen. Ich denke da an eine kleine Insel im Mittelmeer, auf der an rund 3.000 Stunden im Jahr die Sonne scheint. Das macht durchschnittlich acht Stunden am Tag – an jedem einzelnen Tag im Jahr! Kannst du dir das vorstellen, dass es mitten in Europa einen Ort gibt, auf dem Menschen leben und arbeiten, die graue Himmel und Nebel nur vom Hörensagen kennen?!

Ich habe solche Paradiese gerade fast vergessen, weil ich in letzter Zeit viel Stress in Berlin hatte. Aber nur ein paar Flugstunden von Deutschland entfernt, befindet sich ein echter Traum für Weihnachtsgrinche: Das Sehnsuchtsziel Malta.

Zwischen Sizilien und Tunesien wie ein paar Perlen mitten in den tiefblauen Gewässern des Mittelmeers gelegen, vereint Malta das Beste aus zwei Welten. Unter der sengenden Sonne ist die palmengesäumte Landschaft mit malerischen Bergstädten, friedlichen Seehäfen und alten Fischerdörfern übersät. Es gibt einen deutlichen nordafrikanischen Einfluss und die maltesische Sprache leitet sich von arabischen und italienischen Sprachfetzen ab.

Maltas Hauptstadt Valletta ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Insel Malta ohne Auto zu erkunden. Die Insel verfügt über ein effizientes Bussystem mit Valletta als Zentrum. Daneben ist die Schwesterinsel Gozo die beste Wahl für Entspannung am Strand mit Schnorchel-, Tauch- und Wanderausflügen.

Meine ultimativen Tipps, die du auf Malta gesehen und ausprobiert haben musst, habe ich dir in meinen Top 9 Malta Tipps zusammengestellt!

1. Maltas elegante Hauptstadt Valletta

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Einst eine strategisch wichtige Hafenstadt trägt die gesamte Stadt Valletta bis heute Zeugnis der großartigen Geschichte des Malteserordens. Dieser wurde im Jahr 1530 auf Malta angesiedelt und die Ritter schufen eine ihrer aristokratischen Größe angemessenen Hauptstadt. Valletta ist nur knapp einen Quadratkilometer groß und lässt sich daher wunderbar zu Fuß erkunden. Genieße den atemberaubenden Ausblick auf den Grand Harbour von der idyllischen Parkanlage Upper Barrakka Gardens. Ich fand das auf einer Halbinsel gelegene Fort St. Elmo ziemlich beeindruckend, das im 16. Jahrhundert von den Malteserrittern errichtet wurde.

Übrigens wird Valletta 2018 Europäische Kulturhauptstadt sein und plant dafür zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und Festivals. Was genau liest du hier: https://www.visitmalta.com/de/events

2. Eine Tour an der alten Befestigungsanlage


Valletta wurde von den Rittern des Malteserordens gebaut, nachdem sie in der Großen Belagerung von 1565 die Inseln fast an die Osmanischen Türken verloren hatten. Zum besseren Schutz wurde die Stadt auf einer kargen, felsigen Halbinsel mit Wasser drumherum gebaut als uneinnehmbare Festung. Und mehr als 200 Jahre lang wagte niemand eine Invasion.

Bis heute beeindrucken die Befestigungsanlagen. Ich schlenderte am liebsten die trutzigen Befestigungsmauern entlang und genoss den herrlichen Blick auf die beiden Häfen, die die Hauptstadt flankieren. Am besten beginnst du mit deiner Tour am Stadttor – dem Haupteingang zur Stadt. An der Spitze der Halbinsel, am anderen Ende des Stadttors, steht Fort St. Elmo, das während der Belagerung von Malta 1565 die volle Wucht der Angriffe der osmanischen Truppen zu spüren bekam und komplett zerstört wurde. Kurze Zeit später wurde es in nahezu alter Pracht aber wieder aufgebaut und ist daher sehr interessant, wenn du dich wie ich für Geschichte interessierst.

3. St. John’s Co-Kathedrale

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Die Hauptkirche des Malteserordens, äußerlich schlicht gehalten, wurde 1570 als Hauptstadt der Ritter errichtet. Im Inneren blendete sie mich jedoch fast mit ihrer üppigen und reich dekorierten Ausstattung aus Gold, Marmor, Wandteppichen, Stuck und Schnitzereien. Jede Sprachgruppe der Ritter besaß in der Kathedrale je eine Kapelle und sie wetteiferten um die größte und prunkvollste Dekoration. Eines der bedeutendsten Werke in der Kirche ist „Die Enthauptung Johannes des Täufers“ von Caravaggio.

✓ Kontakt: www.stjohnscocathedral.com
✓ Eintritt: 6 € – Fotos vom Inneren sind nicht gestattet

4. Malta Tipps: Alte Hauptstadt Mdina


Lange bevor Valletta die Hauptstadt von Malta wurde, trug Mdina diesen Titel. Seit der Bronzezeit bewohnt und befestigt, verlor sie nach der Ankunft der Ritter im 16. Jahrhundert langsam an Bedeutung.

Die Stadt ist immer noch bewohnt, aber fühlt sich wie ein lebendiges Freilichtmuseum an und wird daher auch gerne als Kulisse für Filmproduktionen wie „Game of Thrones“ benutzt. Maltas Adelsfamilien haben hier ihre Stammhäuser und die kleinen, labyrinthartigen Straßen der Stadt sind eine wahre Augenweide.

✓ Mein Tipp: Nach Sonnenuntergang, wenn die Touristenscharen wieder in ihre Busse verladen sind und Mdina zur Ruhe kommt, spürte ich erst die Atmosphäre in den Gassen. Ich schlenderte durch die engen Straßen und stellte mir die zahlreichen Lebensgeschichten vor, die sich dort einst abspielten.

5. Zurück in die Kindheit im Popeye Village


Das Popeye Village in Mellieha ist mega touristisch und erinnert eher an Disneyland als an einer echten Ort in Europa. Das Dorf wurde ursprünglich als Filmkulisse für den Film „Popeye“ aus den 1980er Jahren mit Robin Williams gebaut und hat sich seitdem zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen Maltas entwickelt.

Das Filmset besteht aus einem malerischen Küstendorf aus zwanzig Holzkonstruktionen. Es gibt eine Post, Bäckerei, Feuerwehrhaus und andere Gebäude und man kann sämtliche Popeye-Produkte dieser Welt kaufen. Trotz des omnipräsenten Merchandisings berührte mich der Ort irgendwie. Ich habe den Film zwar selber nicht gesehen, aber ich fühlte mich wie ein kleines Mädchen in Disneyland – einem Traumziel, zu dem ich es selber als kleines Kind nie geschafft habe.

✓ Adresse: Popeye Village, Anchor Bay, Mellieha, Malta
✓ Offizielle Seite: www.popeyemalta.com

6. Die Blaue Blaue Grotte heißt nicht umsonst so

Die Blaue Grotte ist eine Höhle auf Malta und wird durch eine gewundene Straße auf einer Klippe hoch über dem Mittelmeer erreicht. Die Blaue Grotte befindet sich in der Nähe von Zurrieq. Der Mythologie nach warteten in der Blauen Grotte die Sirenen, die mit ihren Reizen einst Matrosen gefangen nahmen. Heute gelangt man durch eine fjordartige Bucht in ein Höhlensystem mit sechs Sälen, wovon die Blaue Grotte die größte und beeindruckendste ist. Das Wasser ist klar und schimmert im Sonnenlicht azurblau.

Wenn du magst, kannst du eine geführte Bootstour auf einem der bunt bemalten traditionellen Fischerboote namens Luzzus unternehmen. Die Boote fahren alle 20 oder 30 Minuten. Wenn das Meer ruhig ist dauert die Überfahrt etwa eine halbe Stunde.

7. Gozo – Das andere Malta entdecken

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Gozo ist die zweitgrößte Insel des Archipels und zugleich das idyllischste Ziel der maltesischen Inseln. Mit seiner malerischen Landschaft, den ruhigen Städten und unberührten Stränden ist diese kleine Insel der perfekte Ort, um einen erholsamen Urlaub zu genießen und dennoch kulturelle Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Dort kannst du den 5.600 Jahre alten Ggantija-Tempel besuchen oder das einstmals berühmte Azure Window bewundern – ein beeindruckendes Felsentor, das allerdings Anfang diesen Jahres aufgrund von Erosion eingestürzt ist.

Der Großteil der Insel ist sanft hügelig und mit vielen kleinen Bauernhöfen bedeckt. Die Hügel führen zu geschützten Stränden und alten Fischerdörfern.

Die Insel Gozo ist mit der Fähre von Maltas Städtchen Cirkewwa gut erreichbar.

8. Der beste Tauchspot im Mittelmeer

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Malta gilt als der Top Spot für europäische Taucher und hat einige der besten Tauchplätze im Mittelmeer zu bieten. Es gibt zahlreiche Tauchzentren auf der ganzen Insel, die von Anfängerkursen bis zum Ausrüstungsverleih für erfahrene Taucher alles anbieten.

Wie bei allen Tauchgängen im Mittelmeer geht es auf Malta weniger um eine große Anzahl bunter Fische, sondern vielmehr um die außergewöhnliche Unterwasserlandschaft und Wracks. Meine Lieblingstauchplätze liegen an der Westküste der Insel Gozo – die Inland-Sea und das Blue Hole mit dem Azure Window. Gerade das Blue Hole war ein einmaliger Tauchgang von Weltklasse mit einem schornsteinartigen Tunnel und dramatischen Lichtspielen unter Wasser.

✓ Mehr zu meinen Tauchabenteuern auf Malta liest du hier: Taucherparadies im Mittelmeer
✓ Kosten: 2 Tauchgänge 80 Euro, mit Ausrüstung

9. Stelle deinen eigenen Limoncello her

Sizilianer und Malteser streiten sich schon lange darüber, wer den besseren Likör aus Zitronen herstellt. Mich als Nordlicht interessiert auch mehr die Qualität eines Limoncellos. Auf Malta kannst du deinen eigenen Limoncello herstellen und sogar die Zitronen frisch vom Baum pflücken, bevor die Verarbeitung losgeht. Das schmeckt herrlich süß-sauer und wohlig schüttelte ich mich. Es ist ein gutes Gefühl, seinen eigenen Likör herzustellen – ganz ohne Konservierungsstoffe und weiten Transportwegen.

✓ Hier gibt es das Likörrezept: Limoncello

Hast du noch Fragen zu meinen Malta Tipps und den Orten, die ich besucht habe? Dann ab damit in die Kommentare!

*Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von der Blog Island Malta Kampagne.

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