Afrika war lange das Sehnsuchtsziel schlechthin für mich, und trotzdem habe ich mich lange nicht an den Kontinent herangetraut. Meine Reise in den Senegal hat das schlagartig verändert. Ich habe mich verliebt und definitiv Lust auf mehr bekommen. In meinem Senegal-Reiseführer findest du alles, was du für deinen Senegal Trip wissen musst und noch viel mehr! Trau dich und entdecke dieses wunderbare Land! Meine Packliste für deinen Trip in den Senegal gibt’s hier.

✓ Hauptstadt – Dakar

✓ Fläche – 196.712

✓ Einwohner – 15,4 Millionen (2016)

✓ Sprache – Französisch und Wolof

✓ Zeitzone – Eine Stunde im Winter zurück, zwei im Sommer

✓ Telefonvorwahl +221

✓ Sprache: Amtssprache ist Französisch. Das heimische Wolof ist Verkehrssprache.

✓ Einreise und Visum – Bis max. drei Monat ist kein Visum nötig. Der sechs Monate gültige Reisepass reicht aus.

✓ Währung – Der CFA-Franc de la Communauté Financière d’Afrique ist die Währung der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion – also von Benin bis Togo. / 1 Euro = 655 CFA Franc

✓ Budget – Rund 40 – 50 CFA Franc pro Tag. Der Senegal ist gerade für Touristen gar nicht so günstig wie man denkt. Für eine Unterkunft in einem nicht gerade Sternelastigen Hotel musst du schon mit 20 bis 30 Euro rechnen. Und auch in einem günstigen Restaurant blätterst du um die fünf Euro auf den Tisch. Viele Nahrungsmittel werden importiert, und sind daher relativ teuer. Busse, die auch die Einheimische nutzen sind spottbillig, allerdings scheinen sie weder einem Fahrplan noch einer bestimmten Uhrzeit zu folgen und die kürzeste Strecke dauert gefühlte Ewigkeiten.

1. Ist der Senegal das richtige Reiseziel für mich?

Senegal
Der Senegal liegt am westlichen Zipfel Afrika und ist ein extrem sicheres Reiseland. Im Land gab es nie einen Putsch und die Demokratie ist seit Jahrzehnten stabil. Und trotzdem hatte ich lange Zeit Angst davor, in ein schwarzafrikanisches Land zu reisen. Hörte immer wieder Geschichten, dass Afrika eine Nummer für sich sei und zu schwer als allein reisende Frau zu besuchen. Ich denke, dass dabei auch die Kolonialgeschichte eine große Rolle spielt. Jahrhundertelang wurde in Europa die Mär vom schwarzen Mann erzählt.

Als ich mich schließlich im Senegal befand, fragte ich mich beschämt, wovor ich so lange Angst hatte. Klar ist der Senegal arm, aber die Menschen waren gastfreundlich, offen, kommunikativ und immer für einen Plausch zu haben. Ich bin weder beklaut wurden noch überfallen und auch nicht über dahinsiechende Kinder gefallen sondern war begeistert von den Einwohnern und dem Land.

Die rund 15 Millionen Einwohner sind mehrheitlich muslimisch, und doch leben sie friedlich mit den vielen Christen im Land. Es gibt gemischte Ehen, und die mehr als zwanzig Ethnien des Landes leben entspannt miteinander. Die wenigsten Muslima verhüllen sich und überhaupt war das Thema kaum der Rede wert. Ich hatte das Gefühl, dass die Senegalesen tief religiös waren, aber jeden nach ihrer Art leben ließen. Das beeindruckte mich sehr.

Dazu beträgt die Flugzeit insgesamt nur rund neun Stunden und es gibt eine maximale Zeitverschiebung von zwei Stunden. Das bedeutet keinen anstrengenden Jetlag und kurze Flugzeiten, um in die Tropen zu düsen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand für mich.

2. Wie sicher ist der Senegal?

Senegal
Wie ich eingangs schon geschrieben habe, ist der Senegal ein relativ sicheres und stabiles Reiseland. Es gibt keine Krisen und die Menschen sind herrlich entspannt. Natürlich kannst du dort beklaut werden, schließlich sind die Menschen bitterarm. Aber die Chancen sind dazu nicht höher als zuhause in Deutschland.
Wie überall in der Welt solltest du die Augen offen halten und nicht übermütig deine Siebensachen unbeaufsichtigt liegen lassen. Und sei bitte nicht zu misstrauisch, wenn du mal wieder von der Seite angequatscht wirst: Die meisten Menschen auf dieser Welt sind viel offener und kommunikativer als wir Deutschen. Sie wollen meist nichts Böses, sondern einfach einen netten Plausch halten.

Ich habe mich im Senegal immer sicher gefühlt, und war sogar von den hilfsbereiten Einheimischen überrascht. Mir wurde oft geholfen ohne etwas als Gegenleistung zu erwarten. Einfach nur weil man mitgedacht hat.

Ein letztes Wort allerdings zum Straßenverkehr: Passe dort unbedingt auf, da besonders in Dakar gerast. Sicherlich ist der verrückte und verstopfte Straßenverkehr in Dakar das gefährlichste im ganzen Land.

Übrigens liest du hier meine besten Tipps, um sicher durch den Senegal zu reisen: Sicherheit auf Reisen.

3. Die besten Reiserouten im Senegal


✓ Dakar: Ausgangspunkt ist sicherlich immer die senegalesische Hauptstadt, es sei denn du fährst mit dem Auto an. Das ist immer noch ein Traum von mir! Dakar ist die am westlichsten gelegene Stadt von ganz Afrika und ist mit rund zwei Millionen Einwohnern eine echte Metropole. Die Stadt hat an sich nicht viel zu bieten, aber wenn du wie ich gerne surfst, dann lohnt sich ein längerer Aufenthalt auf Ngor Island direkt vor den Toren der Stadt.

✓ Insel Gorée: Nur eine halbe Stunde Fährfahrt entfernt von Dakar liegt Gorée, eine ehemaligen Sklaveninsel. Die winzig kleine Insel an der westlichsten Spitze Afrikas erreichte durch seine Geschichte des Sklavenhandels traurige Berühmtheit. Bis zum 17. Jahrhundert sollen dort rund 20 Millionen Sklaven verschifft worden sein, und im berühmten „Sklavenhaus“ kann man noch die kleinen Zellen besuchen, in denen die Sklaven auf ihr Schicksal warteten. Heute erinnert jedoch kaum noch etwas an die Geschichte: Die Straßen säumen gepflegte Kolonialbauten und auf charmantem Kopfsteinpflaster flanieren Horden von Touristen aus aller Welt.

✓ Salzsee Lac Rose: Schon im Flieger wurde ich auf den See aufmerksam gemacht: Rund drei Quadratkilometer groß, soll er sich vor allem in der Trockenzeit rosa verfärben. Dieses Farbenspiel in seiner ganzen Pracht zu sehen, ist allerdings ein Glücksspiel: An den meisten Tagen im Jahr ähnelt der See eher einer braunen Brühe mit weißen Salzbergen am Ufer. Dafür kann der Lac Rose noch etwas ganz anderes. Er enthält so viel Salz, dass du wie im Toten Meer dort schwimmen und nicht abtauchen kannst.

✓ Wüstentour nach Lompoul: Ein paar Stunden nordöstlich von Dakar liegt die malerische Dünenlandschaft von Lompoul Am besten leihst du dir dazu einen Allradwagen aus, um an der Küste den menschenleeren Strand entlang zu düsen und anschließend die Dünen querfeldein zu befahren. Die Wüste in Lompoul ist zwar nicht die Sahara und recht überschaubar, trotzdem ist der Sand fein und die Dünen atemberaubend. Du kannst sogar im Desert Camp Lompoul in einer Oase übernachten und vorm Berberzelt den Sternenhimmel beobachten.

✓ Weiter geht es nach Saint Louis: Im Norden des Senegals gelegen, gilt Saint Louis als Venedig Afrikas. Die Lagunenstadt zählt mit seinen kolonialen Bauten zum Unesco-Weltkulturerbe.

✓ Touba: Touba ist das religiöse Zentrum der Sufi-Bruderschaft Muridiyya. Ähnlich wie Mekka sollen gläubige Senegalesen mindestens einmal in ihrem Leben die Stadt besuchen. In Touba befindet sich auch eines der größten islamischen Gotteshäuser südlich der Sahara.

✓ Casamance: Die im Süden gelegene Region der Casamance um Gambia ist für ihre schönen Landschaften, Architektur und die Folklore seiner verschiedenen Volksgruppen bekannt. Senegals authentische Region sozusagen.

4. Wie teuer ist der Flug in den Senegal?

Nichts ist einfacher als das! Ich war selbst überrascht, wie günstig die Flüge aus Europa in den Senegal sind. Ich kann es mir nicht anders erklären, als dass viele Senegalesen in Europa arbeiten und die Strecke hoch frequentiert ist.

Wenn du nichts gegen 30 Stunden Transfers hast, dann kannst du schon für 250 Euro nach Dakar fliegen! Ein echtes Schnäppchen. Ich habe für 400 Euro einen Flug über Brüssel mit Brussels Airline gefunden und war rund neun Stunden unterwegs.

Am besten bei Suchmaschinen wie flug.idealo.de und skyscanner die Flüge vergleichen und dann buchen!

5. Wann ist die beste Reisezeit?

Senegal
Das Wetter im Senegal ist in den meisten Monaten ein Traum. Ich besuchte das Land jedoch im Oktober, am Ende der Regenzeit und noch während der großen Hitzewelle des Sommers und fand es unerträglich heiß. Ich rede hier von 40 Grad im Schatten und fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Daher eignet sich der Senegal am besten, um dem deutschen Winter zu entkommen. Dann herrschen an der Küste angenehme Temperaturen um die 25 Grad und es wehen feucht-kühle Winde.

✓ April – Oktober: Regenzeit

✓ Oktober – April: Trockenzeit

6. Gesundheit: Diese Impfungen benötigst du

Wenn du genug Geld hast, um Urlaub im Senegal zu machen, dann sollte es dir auch deine Gesundheit wert sein, dich vor deiner Reise umfassend zum Impfschutz beraten zu lassen und zu handeln. Folgende Impfungen sind ein absolutes Muss:

✓ Diphterie, Tetanus, Polio, Masern, Mumps, Röteln solltest du sowieso alle zehn Jahre auffrischen und immer up to date haben!

✓ Typhus

✓ Hepatitis A und B

✓ Gelbfieber: Landesweit gilt ein erhöhtes Risiko und eine Impfung ist absolut notwendig. Die Impfung erhältst du bei jedem Tropeninstitut oder Gesundheitsamt in deiner Stadt. Angeblich soll man wohl bei der Ankunft am Flughafen auch den Gelbfieber-Impfschutz nachweisen, aber ich bin nicht kontrolliert wurden.

✓ Kommen wir nun zur Malaria: Im ganzen Land herrscht ganzjährig ein hohes Ansteckungsrisiko. Ich bin aber zwiegespalten, ob eine Prophylaxe nötig ist oder es reicht, die Medikamente auf Stand-by dabei zu haben. Schließlich ist die Malaria-Prophylaxe eine ganz schöne Chemiekeule und bietet sich eigentlich nur an, wenn du für ein paar Wochen im Land reist. Bei längeren Trips schützt du dich am besten wie die Einheimischen und gehst den Mücken aus dem Weg:

• Lange helle Kleidung tragen
• Insektenschutzmittel mit DEET
• Moskitonetz beim Schlafen

Außerdem ist meine Reiseapotheke prall gefüllt und ich verfüge über eine entsprechende Langzeit-Reiseversicherung.

7. Wie vermeide ich Probleme mit dem Magen?

Ich habe einen empfindlichen Magen und bin ziemlich anfällig für Probleme mit dem Magen und Darm. Leider muss ich sagen, denn es ist nicht gerade ein schönes Erlebnis mitten in den Tropen eine Toilette zu suchen. Meist sind das Löcher im Boden ohne fließend Wasser. Toilettenpapier verlange ich schon gar nicht mehr, da ich versuche, immer Tempotaschentücher mitzuführen. Deswegen versuche ich mittlerweile kaum noch Experimente mit dem Essen und meide Straßenstände, die nicht proppenvoll gefüllt sind mit Gästen.

Antibakterielles Handgel ist ebenfalls mein treuer Begleiter, damit ich mir wenigstens vor dem Essen die Hände desinfizieren kann. Überhaupt ist eine sorgfältige Hygiene bei Nahrungsmittel und Trinkwasser zu beachten:

✓ Ich trinke kein Trinkwasser.

✓ Kaufe mir nur Obst und Gemüse, was ich schälen kann.

✓ Ich schaue bei Straßenständen wenn möglich bei der Zubereitung zu.

✓ Buffets meide ich

8. Das musst du unbedingt im Senegal probieren

Senegal
Ich bin kein großer Gourmet und darf mich deswegen nicht wirklich aus dem Fenster lehnen, aber das Essen im Senegal hat mich wirklich nicht vom Hocker gehauen. Es gab kaum frisches Obst wie man das aus anderen tropischen Ländern zum Beispiel in Asien kennt. Und irgendwie schien das Essen immer aus zerkochtem Gemüse, Soße und Reis zu bestehen.

Die traditionellen Grundnahrungsmittel sind Hirse, Hülsenfrüchte und Kuhmilch. In Dakar wird dazu noch viel Reis serviert. Traditionellerweise reicht man im Senegal die warmen Mahlzeiten in einem großen Topf, aus dem alle ihr Essen löffeln. Mittlerweile eben auch mit dem Löffel – und ursprünglich mit den Fingern.

Die wichtigsten Gerichte sind:

✓ Thieboudienne besteht aus in Tomatensoße gekochtem Reis, geschmortem Gemüse und Fisch.

✓ Yassa: Mariniertes Fleisch oder Fisch und mit Reis gegessen.

✓ Maafe: Das Fleisch und Gemüse wird in Erdnusssoße geschmort und selbstverständlich auch mit Reis serviert.

✓ Ataya: Genau wie in Marokko wird auch im Senegal der Tee in einer aufwendigen Zeremonie getrunken und ist sehr süß.

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