Was hat ein Backpacker auf den Malediven verloren? Die meisten Inseln sind Flitterwöchnern und Superreichen vorenthalten. Und doch wollte ich einmal den Luxus im Malediven Urlaub ausprobieren und schauen, ob der im Prospekt angepriesene nachhaltige Tourismus überhaupt möglich ist. Wie du einen relativ günstigen Urlaub im Paradies verbringen kannst, liest du übrigens in meinem Artikel übers Malediven Backpacking.

Amelia Cody ist eine junge Britin, die im Outrigger Konotta Maldives Resort als Marinebiologin arbeitet. Ihr Job ist es, Inselbesuchern wie mir die Schönheit der Unterwasserwelt näher zu bringen. Gleichzeitig aber auch auf die Gefahren der globalen Erderwärmung, das allgegenwärtige Korallensterben und die Zerstörung der Unterwasserwelt aufmerksam zu machen.

Ganz schön starker Tobak, geht mir durch den Kopf als ich ein kleines Stückchen abgebrochener Koralle mit einem Faden aus Kokosnussfaser an einem Eisenfragment befestige. Kokosnüsse sind hundertprozentig ökologisch abbaubar. Dazu gibt es sie auf Konotta ohne Ende – passenderweise bedeutet in der Landessprache Dhivehi Konotta eben genau Kokosnuss.

Nach etwa einer Stunde ist unser Coral Fragment Nummer 29 fertig, um im Meer angebracht zu werden und so eine Art künstliches Riff zu schaffen. Zwischen ein bis drei Jahre benötigen die Korallen anschließend für ein gesundes Wachstum.

Amelias Stimme wird eindringlicher: Sie erklärt, dass „Korallenriffe zu den ältesten Ökosystemen der Welt gehören und einen wichtigen Lebensraum für Larven und Jungfische bieten.“ Korallenbleiche, Stürme, Wellen und unachtsame Unterwassersportler führen zum Abbrechen und Absterben vieler Korallen.

Abgebrochene Korallen hätten im Wasser keine Überlebenschancen. Deswegen sammelt ihr Team diese während ihrer Tauchgänge ein und päppelt sie mit dem sogenannten OZONE Coral Conservation Programm wieder auf.

OZONE Coral Conservation Programm

OZONE Coral Programm
Das Outriggger Konottoa rief dieses Programm 2015 zusammen mit dem Meeresmuseum Stralsund ins Leben, um vor der maledivischen Insel ein künstliches Riff anzulegen. Zusätzlich initiiert das Museum die Umweltbildungsaktion „Coral Doctors“, mit der Malediver bei ihren Schutzbemühungen von Korallenriffen unterstützt werden.

Derartige Projekte sind in einem Land, das zu über neunzig Prozent aus Wasserflächen besteht und nur etwa einen Meter über dem Meeresspiegel liegt, überlebenswichtig. Das Land ist vom Klimawandel, dem weltweiten Anstieg des Meeresspiegels und der Erderwärmung unmittelbar betroffen.

Im Jahr 2016 kam es zum Beispiel zu einer weitflächigen Korallenbleiche in den Riffen auf den Malediven, der einen großen Teil der Korallen absterben ließ. Denn schon zwei bis drei Grad wärmeres Wasser hat zur Folge, dass die Algen, von denen sich die farbenprächtigen Korallen ernähren, sterben.

Augen auf beim Nachhaltigkeitstourimus

Malediven Schnorcheln
Mein Urlaub im Outrigger Konotta Maldives Resort war ein Augenöffner in Sachen nachhaltiger Tourismus.

Die Malediven bestehen aus 26 ringförmigen Atollen mit mehr als 1.000 Koralleninseln. Das Hotel liegt im südlichen Gaafu Dhaalu Atoll etwa eine Flugstunde entfernt von der Inselhauptstadt Malé.

Wie jede touristisch genutzte Insel auf den Malediven betreibt Konotta obligatorisch eine eigene Müllverbrennungsanlage sowie Meerwasserentsalzungsanlagen.

Zusätzlich werden sogenannte „Dive Against Debris“ Events abgehalten, bei denen Gäste mithelfen, das Hausriff der Insel von Schmutz und Ablagerungen befreien.

Beim regelmäßig stattfindenden „Desert Island Clean-up“ beseitigen Gäste gemeinsam mit anderen Freiwilligen eine nahegelegene Insel von angespültem Abfall.

Damit die Strände der Inseln wieder so traumhaft weiß aussehen wie hier.

Malediven Strand

Bei allem Enthusiasmus frage ich mich allerdings gleichzeitig, wie nachhaltig ein Hotel am Ende der Welt wohl geführt werden kann, wenn sämtliche (Lebens)mittel auf die Insel importiert werden müssen und die Langstreckenflüge ins Paradies einen mehr als schädlichen Co2-Fußabdruck produzieren?

Utopie vs. Realität

Malediven Outrigger
Wäre es da nicht besser, man würde erst gar nicht auf die Malediven fliegen? Zuhause auf Balkonien den Urlaub verbringen und mit dem Rad an den See fahren?

Wir alle fordern lautstark, „man“ müsste mehr für den Klimaschutz tun, aber die wenigsten sind bereit, sich aktiv dafür zu engagieren.

Übrigens ist ein erster Weg, persönlich etwas für den Klimaschutz zu tun, sich ein Equipment zu besorgen, das auch etwas aushält. Wie zum Beispiel mein Bikini, der nicht nach zwei Mal tragen auseinander fällt. Qualität ist mir eben wichtig – genauso wie der Preis. Daher verwende ich gelegentlich die Gutscheine von COUPONS.DE, um zu sparen. Das ist ein Portal, mit verschiedenen Gutscheinen zu hochwertigen Marken. Erst vor kurzem habe ich mir mit einem Gutschein von COUPONS.DE ein paar Bikinis und Sportschuhe gekauft: Mit dem Nike Gutschein habe ich meine Ausrüstung zum Reisen qualitativ aufgerüstet und muss nicht permanent Kleidung ersetzen – wie das bei Discountern oft der Fall ist. Von den mittelalterlichen Fabrikumständen diverser Billigshops will ich gar nicht erst anfangen.

Es lohnt sich für den ein oder anderen Deal, so wie bei meiner Ausrüstung. Die habe ich mit dem Nike Gutschein qualitativ aufgerüstet und werde noch lange etwas davon haben.-

Natürlich ist meine Klimabilanz als Reiseblogger erschreckend, aber es wäre utopisch, den Tourismus einfach einmal ganz abschaffen zu wollen. Ohne den Fremdenverkehr gibt es auf den Malediven praktisch kein wirtschaftliches Einkommen. In dem Sinne ist ein pragmatischer Ansatz von Vorteil, in dem Nachhaltigkeit gelebt wird.

Bei persönlichen Engagements und Hilfsmaßnahmen lernen Touristen während eines lang ersparten Traumurlaubes, dass ihr Verhalten eine unmittelbare Konsequenz auf das sensible Ökosystem der Weltmeere hat.

Pro und Contra Malediven Urlaub

Auf den Malediven wird den Besuchern zumindest bewusst, was für einen Schatz wir verlieren, wenn wir unsere Umwelt und ihre Bewohner nicht mit allen Kräften schützen.

Das spricht für einen Urlaub auf den Malediven

Outrigger Konotta

✓ Einsame Unterwasserwelt: Die halbe Kilometer Uferlinie der Insel lässt sich wunderbar in einer Stunde umschnorcheln. Da Konotta derart weit ab vom Schuss liegt, werde ich auf den meisten meiner täglichen Schnorcheltouren meistens nur von unzähligen Fischen begleitet.

Riffhaie umzingeln mich des Öfteren und trauen sich zu nah an meine Komfortzone.

Riffhai

Meeresschildkröten lassen sich nicht im Geringsten von mir stören.

Meeresschildkröte

✓ Ökosteuer: Auf den Malediven wird auf alle Preise eine zwölfprozentige Green Tax erhoben. Die Abgabe fällt für alle Touristen an, die sich in Hotels, Resorts und auf Kreuzfahrtschiffen aufhalten und dient zur Erhaltung der Umwelt in dem Inselstaat.

✓ Initiativen zur Nachhaltigkeit: Es gibt sicherlich noch viel Aufholarbeit, aber irgendwo muss ja angefangen werden.

✓ Luxuriöse Privatinsel: Wer schon immer einmal vom Urlaub auf einer exklusiven Privatinsel geträumt hat, in dem er sich den oberen Zehntausend zugehörig fühlen kann, der wird sich auf Konottoa wie die Made im Speck fühlen – absolute Ruhe inklusive.

Ganz so nachhaltig ist es dann doch nicht

Tropische Früchte
✓ Die üblichen Verdächtigen: Die Unterkunft musste erst einmal aufwendig gebaut werden. Jeder unvorsichtige Tourist zertrampelt potentiell das fragile Korallensystem Unterwasser mit seinen Schnorcheln. Alle Lebensmittel müssen aufwendig mit einem Motorboot angefahren werden. Von der langen Anfahrt mit drei Flugzeugen und einem Boot will ich gar nicht erst anfangen.

✓ Sehr teure Aktivitäten: Sämtliche Aktivitäten vor Ort sind aufgrund der exklusiven Lage extrem teuer. Das kann dazu führen, dass einige Touristen ausgewählte Touren wie etwa die von der Marinebiologin Amelia geführten Touren gar nicht Anspruch nehmen.

Mein Fazit: Es gibt noch viel zu tun

Outrigger Konotta Maldives Resort
Das Resort will sich mit einem bewusst nachhaltigem Management positionieren – trotz Langstreckenflug, Privatboot und Importe aller Mittel auf die Insel.

Es stellt sicherlich eine Herausforderung dar, alle Komponenten auf einer Insel miteinander zu verheiraten. Trotzdem kriegt Konotta ein dickes Lob von mir, nachhaltigen Tourismus wenigstens anzugehen und das wichtige Thema auf den Radar seiner Gäste zu setzen.

Mit ihren vielen Initiativen stoßen sie ihre Besucher zumindest in die richtige Richtung. Komplett auf den Tourismus zu verzichten kann in einem Land wie die Malediven eben nicht der Schlüssel sein.

Wichtige Infos zum Malediven Urlaub

✓ Unterkunft: Das Outrigger Konotta Maldives Resort ist eine 89.000 Quadratmeter große Insel mit einem halben Kilometer Sandstrand drumherum.

✓ Visum: Für einen Aufenthalt von weniger als dreißig Tagen wird kein Visum für die Malediven benötigt.

✓ Beste Reisezeit: Januar bis April.

*Diese Reise entstand mit freundlicher Unterstützung des Outrigger Konotta Maldives Resorts.

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