Peru Chachapoyas: Bis vor kurzem unbekannte Wasserfälle, magische Nebelwälder und rätselhafte Wolkenkrieger: Nordperu ist ein Traumziel für Entdecker, Natur- und Outdoorliebhaber – weit weg von den Touristenmassen. Ich stelle Dir ein paar echte Geheimtipps vor.

Nichts ist so einfach wie die großartige natürliche Schönheit von Peru kennen und lieben zu lernen: Spektakuläre Wasserfälle, magische Nebelwälder und kristallklare Lagunen laden zum spazieren, wandern oder paddeln. Überwältigende Panoramablicke in die unvergleichliche Bergwelt gibt es gratis dazu.

Ausgangspunkt für eine Reise der besonderen Art tief in den Dschungel Nordperus ist Chachapoyas, die Hauptstadt der Amazonasregion. Hier fliegst Du am besten hin, denn die Anreise mit dem Bus von Lima nach Chachapoyas dauert rund 22 Stunden. Mit rund 20.000 Einwohnern ist Chachapoyas eine moderne peruanische Stadt, und bietet doch Touren in eine unbekannte Vergangenheit der rätselhaften Wolkenkrieger an.

In der Region lebten einst die Chachapoya, eine indigenen Volksgruppe, die ihren Namen wohl von den Inka-Eroberern erhalten hatten – abgeleitet von einer Quechua-Redewendung, die „Nebelwald“ bedeutet. Der poetische Name ist Programm, besiedelten die Chachapoyas doch die wolkenbedeckten tropischen Regenwäldern an den Osthängen der Anden.

Die Amazonas Region um Chachapoyas

Kuelap, Amazonas Peru

Kuelap, Amazonas in Peru © Daniel Silva / PromPeru


Nordperu gilt als Geburtsort einiger der wichtigsten vorspanischen Kulturen Südamerikas. Die Chachapoya-Kultur besiedelte wohl vor über 4.000 Jahren den Norden Perus und betrieb als mächtiges Volk Handel zwischen dem Amazonas-Tiefland und den Anden. Es stammt aus der Vor-Inka-Zeit, fast 1.000 Jahre bevor Machu Picchu gegründet wurde.  Erst 1965 wurden überhaupt Hinweise auf diese Kultur freigelegt, als große Lehmfiguren in den Anden bei Ausgrabungen entdeckt wurden.

Das bekannteste Zeugnis der Chachapoya-Kultur ist die riesige Festung von Kuelap, die bereits im sechsten Jahrhundert erbaut sein soll. Es ist eine der ältesten und an den besten erhaltenen kulturellen Attraktionen in Peru.

Das weitläufige Gelände besteht aus insgesamt über 550 Gebäuden, und man vermutet, dass in der Stadt einmal bis zu 3.500 Menschen gelebt haben. Die privilegierte Lage inmitten des Amazonas-Nebelwaldes zwischen Andenhochland und Amazonas-Dschungel machten Kuelap zum perfekten Ort, um Eindringlinge abzuwehren.

Heutzutage genießen einige wenige Besucher die einmalige Aussicht auf die Ruinen und beobachten Kolibris und Andenfelsenhähne.

Weitere kulturelle Attraktionen in der Umgebung sind das Revash-Mausoleum, der See der Kondore und die Sarkophage in Karajia.

✓ Mein Tipp: Die Mumien von Karajia sind in Sarkophagen aus Lehm, Stroh und Kies untergebracht, die auf einem hölzernen Sarg verteilt sind. Sie wurden so geformt und bemalt, dass sie menschlichen Figuren ähneln, die die Anwohner als „alte Weise“ bezeichnen. Reise dazu ins Utcubamba-Tal.

Gocta Wasserfall

Gocta Wasserfall Peru

Gocta Wasserfall, Amazonas © Gettyimages


Ich konnte es selbst nicht fassen, als ich in einem Wikipedia-Artikel las, dass der imposante Wasserfall erst im Jahr 2002 „entdeckt“ wurde – zumindest von einem Westler. Mit einer Höhe von 771 Metern gilt er als dritthöchster Wasserfall der Welt.

Der Gocta Wasserfall liegt in einer Höhe zwischen 2.500 und 3.000 Metern. Die Wanderung nach Gocta beginnt in der Stadt Cocachimba, rund  vierzig Kilometer nördlich von Chachapoyas, der Hauptstadt des Amazonas.

Eine Wanderung zum Gocta Wasserfall wird Dich umhauen: Der Trek ist herausfordernd, mit vielen, muskelverbrennenden Höhen und Tiefen, aber belohnt mit dem mächtigen Dröhnen des Gocta Wasserfalls, vor dem Du an den meisten Tag fast allein bist.

Um den Teich unterhalb des Wasserfalls zu erreichen, musst Du das weitläufige Tal des Regenwaldes durchqueren, das ihn umgibt. Der Weg dauert rund sechs Stunde hin und zurück, wenn Du vom Caserío de Cocachimba los gehst.

✓ Mein Tipp für Peru Chachapoyas: Du solltest unbedingt einen einheimischen Reiseführer engagieren, der die Gegebenheiten und die Wetterlage der Bergregion kennt.

✓ Beste Reisezeit: In der Regenzeit ist der Wasserfall regelmäßig überfüllt und überhaupt gibt es dann im Amazonasgebiet viele Erdrutsche. Ich empfehle daher von Mai bis Oktober zu reisen.

Peru – Das reichste Land der Welt

Kuelap, Aamazonas

Kuelap, Aamazonas Peru © Yayo Lopez / PromPeru


Wie das so ist mit echten Geheimtipps, möchte man diese eigentlich gar nicht verraten. Und doch freue ich mich, für diese Region Werbung zu machen. Schließlich kämpft die Region um Gäste: Die meisten Peru-Reisende zieht es immer noch auf die klassischen Pfade um Machu Picchu, doch wer einmal etwas ganz anderes erleben möchte, ist in Nordperu gut aufgehoben.

Derzeit wirbt die Peru mit seiner Tourismuskampagne „Peru, das reichste Land der Welt.“ Dabei zielen sie darauf ab, das vielfältige Tourismusangebot Perus bekannt zu machen und die Vielfalt des Landes zu zeigen.

Entdeckergeist in Peru Chachapoyas

Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht, aber ich entdecke immer wieder gerne neue Orte, lasse mich treiben, um mich wie ein Entdecker zu fühlen. Es gibt nur noch wenige Orte auf der Welt, die vor nicht einmal zwanzig Jahren im Dschungel Südamerikas von Ausländern entdeckt wurden und sich deswegen immer noch unentdeckt anfühlen. So als wäre man der erste Tourist an dieser einzigartigen Attraktion.

Logo Peru

Also beeile Dich!

*Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von peru.travel. Vielen Dank dafür!

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