Egal obb Urlaub oder lange Backpacking-Reise: Für viele gehören zur schönsten und aufregendsten Zeit des Jahres eindrucksvolle Schnappschüsse, die sie mit anderen teilen können. Im heutigen Artikel geht es um die besten Tipps für bessere Reisefotos.

Durch die beliebten Apps wie Instagram und Pinterest werden wir jeden Tag mit tollen Reisebildern bombardiert! Und einmal unter uns: Hast du dir jemals die Reisebilder anderer Leute angesehen und gedacht: “Wow, ich wünschte, ich würde auch solche Bilder machen!”

Mir ging das zumindest schon öfter so. Trotz vieler Reisen bin ich sicher kein echter Profi, aber meine Fotos sind definitiv um Längen besser geworden als noch am Anfang meiner Reisen vor über zwanzig, als ich noch mit einer analogen Kamera unterwegs war. Schauen wir uns mal die besten Tipps für bessere Reisefotos an.

1. Kamera aufrüsten

Du brauchst sicherlich keine teure Ausrüstung für bessere Reisefotos, aber eine anständige Reisekamera oder hochwertige Handykamera helfen auf jeden Fall.

Die meisten aktuellen Smartphones wie das iPhone und das Huawei verfügen über sehr hochwertige Kameras, mit denen tolle Fotos gelingen. Sollte es dein Budget zulassen, empfehle ich die Investition in eine eigenständige Kamera.

Ich setze auf die Panasonic Lumix DMC G70, die eine sehr hochwertige Point-and-Shoot-Kamera ist und sich auch für richtig coole Reisevideos lohnt! Als spiegellose Systemkamera ist sie kompakter als herkömmliche Spiegelreflexkameras, aber macht mindestens genauso gute Fotos.

2. Die richtige Zusatzausrüstung

Klar, auf einer Reise willst du unnötigen Ballast vermeiden. Sehr ärgerlich ist es allerdings auch, wenn du mitten im Wald oder Überlandbus feststellst, dass die Akkus der Kamera aufgeben.

Hier empfehle ich immer unbedingt Ersatzakkus dabei zu haben. Ebenso kann es je nach Reiseziel sinnvoll sein, ein zusätzliches Objektiv einzupacken. In der Stadt kann zum Beispiel ein flexibles Zoomobjektiv mit einer eher großen Brennweite die Ergebnisse deutlich verbessern. Für Landschaftsaufnahmen ist dagegen ein Objektiv mit ausreichend scharfem Weitwinkel zu empfehlen.

bessere Reisefotos

3. Stativ verwenden

Für längere Belichtungszeiten und Selbstporträts sollte auch ein handliches Stativ nicht fehlen. Betrachtet man meine bisherigen Fotos, sieht man einen gewaltigen Unterschied zwischen den Fotos, die ich ohne und mit Stativ gemacht habe.

Wer gerade erst tiefer in die Reisefotografie einsteigt, macht nicht viel verkehrt, wenn er mit dem geringstmöglichen Gepäck anfängt und sich erst dann hocharbeitet, wenn er konkret etwas vermisst.

4. Zum Schutz der Ausrüstung

Damit das mitgebrachte Equipment seinen Zweck während der gesamten Reise erfüllen kann, sollte es gut verpackt sein. Wer viel draußen unterwegs ist und dazu möglicherweise in einem für Mensch und Material anspruchsvollerem Klima, sollte auf Schutz vor Feuchtigkeit und zu starker Hitze achten.

Am besten eignen sich dafür gut verschließbare isolierte Fototaschen. Erfahrenere Reisefotografen raten oft dazu, die Fototaschen nicht zu hochwertig aussehen zu lassen, um zu große Aufmerksamkeit von interessierten Dieben zu vermeiden. Handliche Taschen, die eng am Körper getragen werden können, helfen dabei.

5. Sich zu Hause mit der Kamera vertraut machen

Einer des simpelsten aber nützlichsten Tipps für optimale Reiseaufnahmen ist, schon vor der Reise ein bisschen Zeit in das Kennenlernen der Kamera zu stecken. Auf der Reise muss es häufig schnell gehen und zwischendurch gibt es oft nicht die Möglichkeit, sich die Bilder in ausreichender Größe und Qualität anzuschauen und zu überprüfen.

Deswegen ist es so wichtig, sich schon vor der Reise so gut mit der Kamera und ihrem Verhalten bei bestimmten Lichtverhältnissen vertraut zu machen.

Je schneller und präziser die Handgriffe verinnerlicht sind, desto besser sehen am Ende die
Ergebnisse aus. Das Herantasten an die optimale Foto-Ästhetik kann sehr spielerisch zum Beispiel auf kleinen Kurztrips, durch die eigene Nachbarschaft oder den Park stattfinden.

6. Sorgfältige Vorbereitung ist die halbe Miete

Gerade bei digitaler Fotografie lässt sich an einigen Stellen im Nachhinein schrauben. Den größten Anteil an gelungenen Reiseschnappschüssen haben aber nicht die Photoshop-Skills des Fotografen, sondern die richtige Vorbereitung auf den Trip und die Shootings.

– Gibt es während der Reisezeit besondere Ereignisse, die den Terminplan bestimmen könnten?
– Welche Orte sollen aufgenommen werden?
– Sind einige dieser Orte nur zu bestimmten Zeiten erreichbar?
– Müssen Reservierungen für Fahrten oder Ähnliches vorgenommen werden?

Je mehr dieser Fragen im Vorfeld geklärt sind, desto besser lässt sich die Reiseroute planen. Auch kulturelle Gepflogenheiten – besonders was das Fotografieren von Menschen betrifft – sollten zumindest grob bekannt sein. Heutzutage sind Fremdsprachenskills wirklich leicht zugänglich. So sollte es nicht schwerfallen, ein paar Brocken in der Landessprache zu lernen, um vor Ort um Erlaubnis zu fragen oder einige freundliche Worte an Leute auf der Straße zu richten.

7. Im Serienbildmodus fotografieren

Der Serienbildmodus ist das A und O für natürliche, hochwertige Reisefotos. Bei Serienaufnahmen macht deine Kamera etwa 10 bis 30 Bilder auf einmal (je nach Kamera), sodass du die “Momente dazwischen” einfängst.

Das gilt besonders, wenn man sich vor der Kamera unwohl fühlt. Wenn ich Serienaufnahmen mache, kann ich herumlaufen und mich drehen, und die Kamera fängt mich bei einer natürlichen Bewegung ein.

Burst eignet sich perfekt für Reiseaufnahmen, bei denen man lacht, lächelt und andere Emotionen zum Ausdruck bringt.

In diesen Zwischenmomenten entstehen die wirklich großartigen Reisefotos.

8. Frühes Aufstehen für optimale Reisefotos

Wie man so schön sagt … Morgenstund hat Gold im Mund!

Auf der Jagd nach dem perfekten Bild lohnt sich frühes Aufstehen: Erstens sind weniger Menschenmassen unterwegs, da die meisten Leute noch schlafen oder noch nicht auf Sightseeing-Tour sind.

Und zweitens erwischt man die erste Goldene Stunde des Tages, d. h. die Stunde um den Sonnenaufgang herum, in der das Licht zum Fotografieren am besten geeignet ist.

9. Der goldene Schnitt

Als älteste Regel in der Fotografie wundert es mich immer wieder, wie wnenig Leute diese einfache Regel befolgen, immerhin macht sie einen echten Unterschied für bessere Reisefotos. Die Regel besagt, dass man sein Bild in neun gleichmäßige Quadrate unterteilt. Die meisten Kameras haben diese Funktion automatisch in die Anzeigeoptionen integriert.

Dann platzierst du das Motiv bzw. die interessanten Punkte entlang des Quadrats und der Linien. Bei einer Aufnahme eines Horizonts zum Beispiel platziert man ihn nicht in der Bildmitte (es sei denn, man will eine Spiegelung fotografieren).

Die Idee hinter dieser Theorie beruht darauf, was unser Auge von Natur aus als angenehm empfindet, und es dauert eine Weile, bis man es richtig hinbekommt.

Dieses Foto ist ein schönes Beispiel für den Goldenen Schnitt:

Bessere Reisefotos

10. Bildkomposition nicht vergessen

Vor Ort merke ich oft auch, dass die Stadtkulisse, die Landschaft oder die Menschen schon ganz von selbst am Gelingen des Bildes mitarbeiten. Es schadet dennoch nichts, einige Grundregeln der Bildkomposition im Kopf zu behalten.

– Kann ein Bild zum Beispiel durch bestimmte optische Trennlinien gedrittelt werden, was das
Auge als harmonisch empfindet?
– Gibt es einen zu starken Kontrast zwischen Bildbereichen im Licht und im Schatten?

11. Farbkompositionen für bessere Reisefotos

Selbstverständlich wollen wir alle gelungene Reisefotos mit nach Hause nehmen. Vielen reicht es, mit der Smartphone-Kamera die authentische Atmosphäre eines Ortes oder Momentes für eine Art Reisetagebuch einzufangen.

Wenn die Fotos auch für die Öffentlichkeit bestimmt sind – seien es Freunde, soziale Medien, ein Blog, ein Fotobuch zum Verschenken oder eine Ausstellung -, sind noch andere Dinge zu beachten.

– Haben die Fotos ein Thema?
– Sollen die Fotos farblich und ästhetisch Zusammenpassen?
– Sind Menschen auf den Bildern zu sehen, die einer Veröffentlichung zustimmen müssen?

12. Die besten Motive finden

Neue Städte, Menschen, Farben und Landschaften sorgen meist dafür, dass ich am liebsten alles fotografieren will. Für besonders beliebte Motive kundschafte ich im Vorfeld aus, zu welchen Tageszeiten ich möglichst ungestört sein kann und wann die besten Lichtverhältnisse herrschen.

Wichtig ist aber auch, möglichst offen und spontan zu sein, was die Motive angeht. Die besten Reisemotive sind in der Regel diejenigen, an die ich mich im Nachhinein selbst am liebsten erinnern möchte. Das kann ein Gebäude sein, das ich zufällig sehe, ein landestypischer Gebäude oder auch besondere Streetfood. Jeder Fotograf ist hier also sein eigener Bildregisseur.

Ich schaue mir meistens auch andere Fotoblogs und Instagram-Accounts vom Reiseziel an, um mir die besten Motive rauszupicken. Meistens kommen mir dann auch schnell eigene Ideen für ausgefallenere Fotomotive und -kompositionen in den Sinn.

13. Kurs für bessere Reisefotos besuchen

Es gibt unzählige Online-Kurse und Festivals für bessere Reisefotografie. Ein unvergesslicher Kurs für mich war beispielsweise das Umweltfotofestival »horizonte zingst«. Reisefotografie in Zingst

14. Lightroom und Photoshop verwenden

Es gibt anscheinend das irrige Vorurteil, dass die Bearbeitung von Fotos Betrug sei. Wusstest du, dass 99 Prozent der professionellen Fotos nachbearbeitet wurden, und das schon, seit die Menschen angefangen haben zu fotografieren.

Das hat nichts mit falschen Vorstellungen zu tun, sondern vielmehr mit der Kamera, die wir benutzen, und der Tatsache, dass ein Bild manchmal nicht das wiedergeben kann, was wir mit unseren Augen sehen.

Die Möglichkeit, ein Foto zu bearbeiten oder zu verbessern, gibt uns die Möglichkeit, ein Foto zum Leben zu erwecken.

Gerade Lightroom ist sehr benutzerfreundlich und kann sogar als App auf dem Handy (Android / Apple) heruntergeladen werden.

Have fun

Auf keinen Fall solltest du vergessen, dass die Reise in erster Linie dazu da ist, um Spaß zu haben. Die wenigsten von uns sind professionelle Fotografen, die dafür bezahlt werden. Am wichtigsten ist es, die Momente vor Ort zu genießen und aufzusaugen.

Man muss nicht stundenlang verkrampft auf das richtige Timing warten. Wenn etwas nicht klappt, hake ich das ab und ziehe weiter. Ganz klar sollte sich auch niemand in Gefahr begeben für das perfekte Foto.

Generell sollten Fotografie-Begeisterte immer daran denken, dass ein schönes Foto zwar eine tolle Erinnerung ist, aber für sich eine annehmbare Balance zwischen gutem Schutz, handlichem Gepäck und Nutzen finden. Manchmal reicht einfach eine schöne wacklige Aufnahme mit der Handykamera, um den Spirit einzufangen.

In diesem Sinne viel Spaß und schreibe mir doch deine Tipps für bessere Reisefotos in die Kommentare.

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