Australien - Great Barrier Reef
Einfach
Crowds
4.2Okay
Kaum Strömungen
Sichtweiten
Unterwasser Flora und Fauna
Nachhaltigkeit
Geeignet für Anfänger

Tauchen am Great Barrier Reef in Cairns – Australien: Live-Aboard-Experiences am Great Barrier Reef Marine Park an Australiens Ostküste sind nicht gefährlich, sondern der Trip deines Lebens! Dieser Reisebericht erzählt über Hai-Begegnungen und andere Tiere während meiner Reise.

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Größtes Korallenriff der Erde mit einer Gesamtlänge von 2.575 Kilometern, das noch vom Weltall aus erkennbar ist. Eines der sieben Weltwunder. Weltnaturerbe – Das Great Barrier Reef steht für viele Superlativen und Taucher lieben das Riff für seine Vielfältigkeit. Nicht nur die Unmengen von Hartkorallen wie Tisch- und Pilzkorallen sowie vielen Weichkorallenarten machen das Tauchen am Riff unvergesslich sondern auch diverse Steilwandtauchgänge der Extraklasse, Durchgänge, Überhänge und Nachttauchgänge.

Das Great Barrier Reef in Australien zu tauchen, war ein lang gehegter Traum von mir und sobald ich in Australien angekommen war, konnte ich meine Zeit bis zu meiner Ankunft in Queensland kaum fassen.

Kaum angekommen in Cairns entschied ich mich sofort für eine dreitägige Live-Aboard-Experience: Elf Tauchgänge, ein Boot und fünfzehn Taucher an Bord, die alle durch ein Motto geeint waren: Dive, eat ’n sleep. Also stand ich an einem frühen Morgen mit einer kleinen verlorenen Truppe an der Pier und beschnupperte meine neuen Dive Buddies, mit denen ich die nächste Tage auf einem kleinen Boot verbringen würde.

Wir wurden abgefertigt, vermessen und suchten uns unsere Ausrüstung zusammen. Anschließend schmissen wir unsere Taschen in der gemütlichen Zweimannkoje ab, spielten sämtliche Small Talk-Szenarien mit unseren neuen Dive-Buddies aus aller Welt durch und schon schaukelten wir bei starkem Seegang in Richtung Outer Reef. Dahinter wartete das offene Meer und viele tausende Kilometer weiter östlich Südamerika.

Die Überfahrt war derart holprig durch den starken Seegang, dass man ohne Festhalten sofort über die Reeling geschleudert worden wäre. Dementsprechend lag auch die halbe Mannschaft flach, als wir nach ein paar Stunden Fahrt am Riff angekommen waren.

Frauen-Tauchen-c-Anja-Knorr

Diejenigen mit halbwegs geordnetem Magen waren aufgekratzt und konnten es kaum erwarten, endlich ins Wasser zu kommen. Ich dankte insgeheim meinem seefesten Körper und schraubte schnell mein Equipment zusammen und ab ging es in das Badewasser-warme Wasser. Bei rund zwanzig Tauchern im Wasser beim ersten Orientierungstauchgang kam allerdings keine richtige Stimmung auf. Doch schnell stellte sich heraus, dass dieser Tauchgang nur dazu diente, um unser Können aufzufrischen und die darauf folgenden zehn Tauchgänge durfte ich mit meinen Freunden allein starten.

Entspannte Meeresschildkröten

Meeresschildkröte-Great-Barrier-Reef-c-Anja-Knorr
Wir sahen unzählige Meeresschildkröten und viele von ihnen ließen sich überhaupt nicht von uns Tauchern stören. Eine schien beim Nachttauchgang am Meeresgrund zu schlafen und sah fast genauso aus wie der Stein daneben.

Der Mondschein schimmerte durchs Meer, und als ich mich nach oben drehte, um ganz allein für mich, dieses Licht zu bewundern, schwebte eine andere Meeresschildkröte über mir durch den Mondschein. Ich wollte mich umdrehen und nach meinem Buddy schreien „Hey, schau mal, wie geil ist das denn?“, doch dann wurde mir klar, dass das unter Wasser ja nicht ging. Und gerade diese Abgeschiedenheit von allem macht für mich den Reiz am Tauchen aus.

Scheue Anemonenfische am Great Barrier Reef

Korallenriff-Great-Barrier-Reef-c-Anja-Knorr
Die ängstlichen Anemonenfische trieben sich in den Tentakeln der Seeanemonen herum und trauten sich kaum heraus.

Wieso ziehen die Haie ihre Kreise um uns?

Riffhaie-Great-barrier-Reef-c-Anja-Knorr
Haie umkreisten uns beim Nachttauchgang, als wir uns beim Saftey-Stop an einer Schaukel festhielten. Zwar wurde uns gesagt, dass diese Art der Haie wohl ungefährlich für Menschen waren und sich nicht an Menschen herantrauen. Trotzdem habe ich vor Haien einen Heidenrespekt und mehr als einmal musste ich beim Surfen in Australien aus dem Wasser gehen, weil ich mir einbildete, der dunkle Schatten unter mir wäre kein Stein sondern ein Hai.

Maori Wrassen kennen keine Angst

Maori-Wrasse-Whitsunday-Islands-c-Anja-Knorr

Die bunten Napoleonfische waren so anhänglich und neuigierig, dass wir gar nicht nach ihnen tauchen mussten, denn sie trieben sich immer in Bootsnähe herum und checkten uns aus. Leider wurden sie von einigen Leuten an Bord angefüttert und angesichts der Zutraulichkeit der Tiere war unser Boot sicherlich nicht das Erste.

Tatsächlich eat, sleep ’n dive

Batfish-c-Anja-Knorr
Über den Tag verteilt tauchten wir drei bis vier Mal. Wir wurden frühmorgens noch vor Sonnenaufgang von der Crew geweckt, schraubten müde unsere Ausrüstung zusammen und ab ging es ins Wasser. Danach gab es Frühstück, Tauchgang Nummer zwei, Mittagessen, Tauchgang Nummer drei, Abendbrot und Nachttauchgang. Was für ein Tempo. Musste an Bill Murray und seinen Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ denken und wie gerne ich diese Tage wieder und wieder wiederholt hätte.

Ein wahr gewordener Traum. Ich im weltberühmten Great Barrier Reef, einem meiner Sehnsuchtsorte schlechthin und die Natur gab alles, was sie aufwarten konnte. Wenn ich abends an Deck noch in den sternenklaren Himmel schaute, war ich genau am richtigen Ort voller neuer Eindrücke und vieler neuentdeckten kleinen Freunde Unterwasser.

Milln Reef und Flynn Gordon, Great Barrier Reef – Cormorant Pass

Sichtweiten: 20 – 30 Meter
Strömungen: Unterschiedlich von heftig bis gar nicht
Maximale Tiefe: Bis 20 Meter
Wassertemperaturen: 24°C (Winter) / 30°C (Sommer)
Beste Reisezeit: Dezember – Februar (warmes Wasser und gute Sicht), Juni – November (Wale und das Korallen-Laichen)
Attraktionen: Schildkröten, Riffhaie, Zackenbarsche, Clownfisch, unzählige Korallenarten

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