Dies ist ein Gastbeitrag von Sabine von seayousoon.de. Sabine wurde 2013 vom Surffieber gepackt und kann sich seitdem ein Leben ohne das Meer nicht mehr vorstellen. Die Leidenschaft zum Surfen ist so groß, dass sie Anfang des Jahres ihren Rucksack gepackt hat um durch die Welt zu reisen und am Meer zu leben. Auf happybackpacker.de teilt sie heute in ihrer Boardkunde zum Surfen lernen, worauf Anfänger und Fortgeschrittene unbedingt beim Surfboard kaufen achten müssen, um die richtige Boardgröße und die passenden Surfbrettformen zu finden.

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Du bist auf der Suche nach dem perfekten Surfboard, hast aber keinen Plan woauf du achten musst und welche Kriterien bei der Auswahl mit einfließen sollten?

Ich will dir bei der Suche nach deinem passenden Surfboard ein paar Tipps an die Hand geben, damit du vor deinem Surfboard Kauf perfekt informiert bist.

Das richtige Surfboard garantiert dir nämlich mehr Spaß beim Surfen und das wollen wir doch alle!

Als Surfanfänger ist das passende Surfboards besonders entscheidend, um auch gleich am Anfang Erfolgserlebnisse zu erzielen – sonst erlebst du nichts von der Surfmagie sondern nur Surffrust.

Aber bevor ich es mit den Tipps losgeht, solltest du wissen wie ein Surfboard aufgebaut ist und welche unterschiedlichen Surfboard-Formen es überhaupt gibt:

6 unterschiedliche Surfboard-Formen

Surfbrettformen Boardshapes (c) seayousoon.de
Mittlerweile gibt es diverse Surfboard-Formen, so dass wirklich für jeden was dabei ist, egal ob Anfänger oder Profi. Die Größe eines Surfboardes wird in Fuß und Inch gemessen!

✓ 1 Fuß (ft.) = 12 Inch (in.)

✓ 1 Fuß (ft.) = 30,48cm

✓ 1 Inch (in.) = 2,54cm

1. Shortboard

✓ Größe (5’10 – 7’0)

Diese Boards sind nur etwas für Könner.

Es ist kurz, sehr beweglich, hat wenig Volumen und eine spitze Nose. Mit einem Shortboard kannst du mittlere und große Wellen surfen und radikale Tricks und Turns reiten.

2. Fish

✓ Größe (5’0 – 7’0)

Wenn du eine Weile surfst, schon einige grüne Wellen reiten konntest und nun die ersten Erfahrungen mit einem kurzen Surfboard sammeln willst, dann ist ein Fish für dich richtig.

Das Brett ähnelt dem Shortboard und ist auch sehr schnell und wendig, aber hat deutlich mehr Volumen. Das erleichtert dir das Angleiten und du hast schon bei kleinen Wellen einen Steherfolg.

3. Funboard / Evolution

✓ Größe ( 6’8 – 7’10)

Wenn du dir noch unsicher bist, ob du von deinem Anfängerbrett sofort auf ein Shortboard umsteigst, ist das Funboard ein guter Kompromiss.

Es gleitet früh an und verzeiht dir Fahrfehler, ist aber immer noch ein Surfboard für fortgeschrittenere Surfer.

4. Malibu / Mini-Malibu

✓ Größe (7’10 – 8’11)

✓ Größe (7’2 – 7’10)

Das Malibu ist das Anfängerbrett schlechthin, es verzeiht dir viele deiner Anfängerfehler. Durch das große Volumen, liegt das Surfboard stabil im Wasser und gleitet sehr früh an. Du erwischt also viele Wellen und mit dem Brett auch im Weißwasser viel Spaß haben.

5. Longboard

✓ Größe (8’0 – 12’0)

Das Longboard gehört zu den ältesten Varianten der Surfboards.

Longboards sind tewas für Cruiser, die lieber lässig und entspannt durch die Wellen gleiten und denen radikale Manöver nicht so wichtig sind.

Schon sehr kleine Wellen können mit dem Longboard gesurft werden. Dennoch solltest du schon ein wenig Erfahrung mitbringen, denn du musst in der Lage sein, viel Masse in Bewegung setzen zu können und das Brett lässt sich nur schwer steuern.

6. Gun

✓ Größe (7’0 – 12’0)

Ein Gun ist absolut nichts für Anfänger! Es ist ein sehr spezielles Board für Riesen-Wellen. Das Surfboard ist extrem schlank und läuft an der Nose sehr spitz zu.

Je länger eine Gun ist, desto höhere Wellen können mit ihr gesurft werden und durch die geringe Breite bekommst du ein Wahnsinns-Tempo.

6 Tipps wie du das passende Surfboard für dich findest

Boardkunde (c) seayousoon.de
1. Probiere dich aus

Surfst du schon eine Weile, beherrschst den Take Off und die ersten Manöver, dann spielst du mit dem Gedanken dir ein neues Brett zu zulegen. Ich kann dir nur empfehlen, teste dich aus!

Frage deine Surfbuddys ob du mal ihre Bretter testen kannst, oder nutze die Möglichkeit in deinem nächsten Surfurlaub im Surfcamp oder am Surfboardsverleih am Strand, einfach mal ein andere Surfboard-Form auszuprobieren.

2. Gebrauchte Surfboards

Es muss nicht immer, das neue Surfboard aus dem Shop sein. Es gibt richtig gute Bretter im Second Hand. Erkundige dich in deinem Surf Shop vor Ort nach Second Hand Ware oder durchforste die Facebook Gruppe Second Surf nach deinem Traumboard.

Besonders wenn du noch nie Surfen warst, musst du nicht gleich in einen Kauf investieren. Wenn du ein Surfcamp oder Surfkurs buchst wird dir die Ausrüstung meist kostenlos gestellt oder du kannst diese vor Ort mieten.

Investiere dein Geld lieber in deinen nächsten Surfurlaub um deine Skills zu verbessern, als in ein neues Surfboard.

3. Kauf nicht das erst Beste

Beim Surfboard kaufen solltest du nie überstürzt handlen, nimm dir dafür Zeit. Starte deine Suche und Recherche rechtzeitig und nicht erst zwei Wochen vor deinem nächsten Surfurlaub. Sonst gibst du unnötig viel Geld aus, oder gibst dich mit etwas schlechterem zufrieden.

Suche auch nicht nur im Internet, statte dem Surf Shop in deiner Umgebung einen Besuch ab und schau was er vorrätig hat.

4. Wie viel Zeit widmest du dem Surfen?

Warum spielt, das eine Rolle bei der Surfbrett Auswahl?

Ganz einfach: Wenn du weißt, dass du nur jedes Jahr 1-2 Wochen dem Wellenreiten widmen kannst, werden deine Fortschritte deutlich kleiner sein als wenn du am Meer lebst. Du wirst also viel länger mit einem Anfängerbrett Surfen können und damit einen Riesen Spaß haben, bevor es dir damit zu langweilig wird.

5. Wo Surfst du?

Wo du deine Wellen Surfst sollte bei deiner Surfbrettauswahl auch nicht vollständig außer acht gelassen werden. Wenn du hauptsächlich in einem Gebiet surfst, wo die Wellengröße selten höher als 1 Meter ist, dann wirst du mit einem Shortboard wenig Freude haben, denn die Wellen haben zu wenig Power um dich mitzunehmen und an Manöver ist erst Recht nicht zu denken!

6. Keine Eile

Eile und Hektik hat nichts mit Surfen zu tun!

Nimm dir genug Zeit, deine aktuelle Brettform ausreichend zu beherrschen bevor du auf ein andere Shapeform umsteigst. Viele machen den Fehler und steigen zu schnell auf ein kleines Brett um, weil es cooler aussieht und sich leichter tragen lässt.

Ja ein kleines Shortboard sieht mega lässig aus wenn du es locker unter dem Arm am Strand trägst, aber lass dir gesagt sein, du hast weniger Spaß, wenn du es nicht beherrscht. Wähle dein Surfboard immer nach deinem Können und nicht nach seinem Aussehen.

7. Wie groß oder klein sollte dein Surfboard sein?

Je größer du bist, desto länger sollte das Surfboard sein.

Je schwerer du bist, desto mehr Volumen sollte dein Surfboard haben und je besser du bist, desto kürzer darf es sein!

Grundsätzlich hängt aber die Größe des passenden Surfboardes vor allem von deinen technischen Fähigkeiten ab!

Welche Surfboard Form und Größe ist für mich die richtige?

Surfanfänger machen bei der Brettauswahl oft den Fehler, nur auf die Länge zu achten.

Dabei ist das Volumen deines Brettes deutlich wichtiger, weil das Volumen darüber entscheidet wie viel Wasser du beim Surfen verdrängst.

# Faustregel 1:
Je breiter dein Surfboard ist, desto mehr Stabilität hat es im Wasser. Durch das große Volumen hast du mehr Auftrieb und das erleichtert dir wiederum das anpaddeln einer Welle.

Je dünner, schmaler und spitzer dein Surfboard ist, desto schwieriger ist die Handhabung im Wasser

Surfboards für Anfänger

Das Malibu bzw. Mini-Malibu ist perfekt für Anfänger, denn es ist lang, breit und hat viel Volumen und vergibt Fehler.

Je mehr Wellen du ergatterst, desto mehr lernst du und das erreichst du leichter mit einem Surfboard, dass auch für Anfänger geeignet ist.

# Faustregel 2:
Dein Anfänger Surfboard sollte mindestens 30-50cm größer sein als du.

Surfboards für Fortgeschrittene

Ein Funboard ist ein guter Nachfolger, wenn du dein Malibu beherrscht. Diese Surfboard-Form ist ein guter Kompromiss zwischen Stabilität und Wendigkeit.

Ein Fish wäre auch ein Surfboard für Fortgeschrittene Surfer, setzt aber ein größeres technisches Können voraus.

Gehörst du zu denjenigen die keine Wellen schneiden sondern lieber auf ihnen gleiten, dann solltest du nach dem erlernen der Grundlagen auf ein Longboard wechseln. Es hat zwar viel Volumen und ist lang, aber du solltest kein Anfänger mehr sein, wenn du so ein extrem großes Brett im Wasser kontrollieren willst.

Surfboards für Könner

Wenn du schon eine Weile surfst und regelmäßig ins Wasser gehst, dann kannst du dich an einem Shoardboard versuchen. Es hat wenig Volumen und damit wenig Auftrieb, du wirst also mehr paddeln müssen als bisher um überhaupt eine Welle anstarten zu können, aber dadurch ist das Surfboard auch sehr wendig und gut für Turns und Tricks.

Eine weitere Surfboard-Form für Könner und Profis ist die Gun, weil diese Surfboards für absolute Riesen-Wellen konzipiert wurden.

Auf ins Meer

Du bist nun perfekt auf deinen Surfurlaub informiert. Also los, plane deinen nächsten Surftrip und wir sehen uns in den Wellen.

Ich freu mich drauf! Und wenn du noch mehr über das Surfen lernen erfahren willst, dann hol dir meinen Surfguide für Anfänger!*

* seayousoon.de ist ein Surfblog für Frauen und ein unabhängiger Guide für Surfer, Abenteurer und Individualisten. Der Surfblog ist eine Gemeinschaft, in der wir uns gegenseitig unterstützen, die nächste Welle zu surfen. Die Grafiken stammen von Sabine Spallek.

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