Die San Blas Inseln in Panama sind DAS ultimative Karibik-Paradies schlechthin. Stelle dir unglaublich weiße Traumstrände, abgelegene Inseln und einsame Stunden am Meer vor. Mit meinen heißesten Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Budget auf den San Blas Inseln erlebst du den Trip deines Lebens!

Weit ab von den ausgelatschten Backpacker-Pfaden gibt es einen Ort, vom dem ich lange geträumt habe, einmal für längere Zeit Robinson Crusoe zu spielen. Sich sanft im Wind wiegende Palmen, weißer Sandstrand und azurblaues Wasser neben Inseln, die so klein sind, dass sie innerhalb weniger Minuten umrundet werden können. Kein Stress, kein Strom, kein Lärm, kein Verkehr, keine Supermärkte. Einfach nur Stille und Natur vor traumhafter Kulisse.

Die Rede ist von den San Blas Inseln, dem autonomen Gebiet der Kunas in Panama. Dieses einheimische Naturvolk lebt an der nordöstlichen Atlantikküste Mittelamerikas und umfasst ein Gebiet von rund 200 Kilometer, das sich von Panama bis zur kolumbianischen Grenze erstreckt.

Ihr Land kann nicht gekauft, verkauft oder verpachtet werden, weswegen die Kunas ihr Gebiet selbst verwalten. Daher finden sich kaum touristische Entwicklungen, keine Hotelkomplexe, keine Tauchanbieter und um auf eine der Inseln zu gelangen ist eine Einladung eines Stammesvorsteher notwendig. Als ich davon hörte, wusste ich, dass ich unbedingt zu den Inseln musste. Dieser Ort schien wie für mich geschaffen auf dieser Welt.

Holprige Anfahrt auf die San Blas Inseln

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Nach drei Stunden Fahrt durch den Dschungel in einem klapprigen Jeep lagen mir die kurvigen und mit Schlaglöchern versehenen Straßen schwer im Magen. Als wir schließlich im Land der Kunas ankamen und in der Wildnis abgesetzt wurden, hoffte ich, dass irgendwo Indy Jones auftauchen würde, um mit seiner Machete für ein wenig Ordnung zu sorgen.

Leider kam jedoch nicht er sondern ein kleiner Kuna, der mir im unverständlichen Spanisch – die Kuna sprechen ihre eigene Sprache – klar machte, dass ich mir meine Insel nicht aussuchen könnte, sondern die Kunas die Regeln aufstellen und ich auf Tonys Insel eingeteilt wurde. Diese harsche DDR-Ferienlager-Mentalität drückte etwas auf meine Stimmung, doch sobald ich auf dem kleinen Boot neben sechs anderen aufgeregten Reisenden saß und den warmen Fahrtwind verspürte, verflog der Anflug.

Tony Island auf San Blas Panama

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Tonys Island erreichten wir nach rund zwei Stunden Fahrt und Tony begrüßte uns überschwänglich. Dreißig Jahre alt, braungebrannt und hatte offensichtlich zu viele Partys in seinem Leben gesehen. Er erzählte uns, wie er als Jugendlicher einen Panther erlegt hätte und dass sein drittes Auge – ein kleiner Edelstein, den er auf seine Stirn gebunden hatte – telepathische Wirkung hätte, wenn man diesen berühren und sich eine Verbindung im Avatar-Stil aufbauen würde. Voller Inbrunst drückte er in den Tagen meines Aufenthalts meine Finger auf sein drittes Auge, doch ich spürte nicht viel mehr als einen kalten Stein in meiner Hand.

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Die Insel gehörte Tonys Familie und es war ihm aufgetragen, die Touristen zu bespaßen. Schnell fanden wir jedoch heraus, dass die Insel in zwei Hälften eingeteilt worden war, und die andere Hälfte einem alten Mann namens Franklin gehörte, der die Insel sogar mit Maschendrahtzaun absteckte. Okay, us against the others hieß es dann wohl.

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Foto-Session beim Inselrundgang und in fünf Minuten waren wir wieder am Ausgangspunkt

Schnell entwickelte sich ein Gemeinschaftsgefühl in unserer kleinen Gruppe von anfangs völlig fremden Menschen aus aller Welt und eine gewisse Routine spielte sich in unseren faulen Tagesrhythmus ein.

Gleichmäßiger Tagesrhythmus

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Tony blies drei Mal am Tag in eine Muschel, deren tiefe Klänge uns aufforderten zum Haupthaus zu gehen, da Essen serviert wurde. Das bestand meist aus den in Panama landesüblichen Portionen Reis mit Bohnen, etwas Salat und wenn wir Glück hatten fangfrischen Fisch.

Tagsüber lag ich am Strand, schnorchelte, schwamm oder ließ mir in der Hängematte den Wind ums Haar spielen.

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Abends floss der Rum so lange in Strömen, bis Tony ins Bett gehen wollte und den Generator ausmachte. Dann wurde am Strand weiter getanzt und gelacht. Sternenklarer Himmel, Vollmond und Palmenrauschen. Unvergessliche Nächte. Glückseligkeit auf den San Blas Inseln.

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Einen Tag unternahmen wir einen Ausflug zur Isla Perro, auch Dog Island genannt. Eine weitere kleine Insel, vor der ein Schiffswrack am Strand aus dem Wasser ragte. Schwerelos schnorchelte ich durch die Schiffsteile durch und entdeckte Korallen, Seesterne und andere Kleinstlebewesen. Titanic mit Karibikflair.

Viagra Island

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Tonys Boot fuhr weiter zur Viagra Island, deren Name nicht weiter erklärt werden muss, wenn man die einzige Palme auf der winzig kleinen Insel gesehen hat.

Starfish Island

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Anschließend überwältigte mich Starfish Island. Mitten im Meer auf einer Sandbank lagen so viele Seesterne herum als gäbe es eine Unterwasserstadt von Seesternen. Sofort sprang ich in das warme Wasser und entdeckte diese eleganten Tiere.

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Weiterer Halt auf einer Insel, Bier am Strand mit der Gruppe und einheimischen Kuna-Fischern, die in diesem einzigartigen Paradies leben.

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