Du willst endlich deine Träume wahr werden lassen und ein Jahr auf Weltreise gehen? Aber deine Freunde und Familie raten dir davon ab? Sagen sie dir, dass du doch nur vor etwas davon läufst und endlich erwachsen werden sollst? Dann wird dir mein Artikel helfen, nicht länger auf diese gut gemeinten Ratschläge zu hören, sondern dein Ding durch zuziehen – egal, was die ganzen Zweifler dir einreden. Lese dazu auch meinen Artikel darüber, warum es kein perfektes Timing für eine Reise gibt.

Wie jeden Morgen klingelte der Wecker, und müde schlug ich mir noch einmal die Decke über den Kopf. Ich wollte der Welt noch ein wenig entkommen, und mich in meine warme Traumwelt flüchten. Ein weiterer Tag voller quälender Routine, sinnloser Meetings und noch sinnloserer Aufgaben stand bevor, und ich hatte absolut keinen Bock.

Snooze-Modus an, zehn Minuten später das gleiche Trauerspiel.

Irgendwann siegte wie jeden Morgen doch der Wille über das Gefühl. Wie eine fremdgesteuerte Puppe quälte ich mich aus dem Bett und schleppte mich zur Arbeit. Mein Herz blieb jedoch dort liegen. Träumte sich weit weg und fantasierte von wilden Abenteuern an exotischen Orten.

So vergingen die Jahre und flossen an mir vorbei wie ein langer, trüber Fluss. Immer mit dem Fokus, es irgendwann doch einmal zu probieren, dieses Abenteuer. Wenn ich genügend Geld zusammen hätte. Wenn ich einen Mann gefunden hätte, der mich mitnimmt. Wenn ich einen Plan hätte, womit ich mein Geld verdienen könnte. Wenn ich genug vorgesorgt hätte. Es gab eine Menge „Wenns“ in meinem Leben, und mit den Jahren türmten diese sich wie eine Mauer vor mir auf und wurden scheinbar unüberwindbar.

Wenn ich nicht aufgepasst hätte, dann würde ich mein Leben immer noch in dieser gelangweilten Routine verbringen.

Ist das Leben eine Durchhalteparole?

Reisegedanken (c) Happybackpacker (1)
Finde dich damit ab. So ist das eben, wenn man erwachsen ist und Verantwortung übernehmen will. Du kannst nicht ewig so tun, als seist du 23. Was willst du denn noch? Du hast doch einen gut bezahlten Job und 30 Tage Urlaub im Jahr. Was du willst, gibt es nicht.

Kennst du diese Durchalte-Parolen? Wie ich diese gut gemeinten Ratschläge von Freunden und Familie gehasst habe. Als ob ich mir nicht selber die meisten Gedanken darüber gemacht hätte!?!

Ich fragte mich so lange, warum sie sich einfach so abfinden können mit ihrem „Erwachsenenleben“ und ihre Kindheitsträume begraben. Fragte mich, warum mir das nicht gelang. Wie ein Stachel im Schuh, der immer mehr kratzte, konnte ich den Schmerz irgendwann nicht mehr ertragen.

Eines Tages wachte ich auf und konnte einfach nicht mehr. Die Vorstellung, mein Leben lang auf die Wochenenden und Urlaube hin zu leben, machte mich fertig. Noch dreißig Jahre meines Lebens für die Träume anderer Menschen aufzugeben. Oder mit Menschen zusammenzuarbeiten, die sich damit abgefunden haben – ich wollte das nicht mehr.

„Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“
– Anais Nin

Ich wollte blühen. Ich hatte eine riesige Sehnsucht nach dem Leben und wollte nicht in einem dunklen Büro versauern und nur jammern über die vielen Möglichkeiten, die hätte sein können.

Wer hat schon als Kind davon geträumt, einmal in grauen Büros zu sitzen? Acht Stunden auf einen Computer zu glotzen und abstrakte Bildschirmarbeit zu leisten. Um am Ende des Tages nicht wirklich zu wissen, welchen Sinn der Tag eigentlich gehabt hat.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich erinnere mich noch genau daran, wie wild und leidenschaftlich ich als Kind war: Ich war kaum zu bändigen. Kein Baum war zu hoch und kein Graben zu groß. Ich spielte fangen und verstecken und dachte mir lustige Spiele aus. Überhaupt spielte ich so gerne, dass ich unbedingt Kindergärtnerin werden wollte, damit ich später als Erwachsene jeden Tag weiter spielen könnte. So war der Plan. Hatte mir geschworen, nie eine von den langweiligen Erwachsenen zu werden, die den ganzen Tag nur rumsitzen und reden und nichts machen.

Das Leben leitete mich dann auf eine Menge Umwege und Abzweigungen, die mich manchmal noch weiter weg von meinen ureigenen Träumen und Sehnsüchten führten. Aber über solche Umwege findet deine Seele immer wieder den Weg zu dir. Und führt dich auf den richtigen Weg.

Der Tag an dem ich verstand, was mich glücklich machte

Reisen (c) Happybackpacker
Und bei mir waren es eben, dass mich reisen glücklich macht und Surfen ebenso, das mich vor einem Leben in Eintönigkeit rettete. Beim Surfen fühle ich mich frei und eins mit der Welt. Ich surfe nicht besonders gut, aber ich liebe es! Und ich wollte mehr davon. Und all jene Menschen, die mir immer wieder einreden wollten, dass ich nur davonlaufe und mit 35 eigentlich schon viel zu alt sei, um solch ein Lotterleben zu führen, sollten sich daran erinnern, dass sie nur sehr kurze Zeit hier auf der Erde sind und ihre Zeit nicht mit Gedanken an eine vermeintlich sichere Rente in 30 Jahren verschwenden sollten.

Das hat nichts mit Sorglosigkeit zu tun, sondern mit Achtsamkeit seiner Gefühle und Sehnsüchte gegenüber sich selbst zu tun. Ich mache mir selber die meisten Gedanken über meine Zukunft und brauche dazu nicht auch noch andere gut gemeinte Ratschläge. Fast täglich erhalte ich Emails und Kommentare von anderen Reisenden hier auf happybackpacker mit denselben Gewissensbissen und Hindernissen.

Ich muss immer noch arbeiten regelmäßig arbeiten, um genügend Geld auf die Seite zu legen für meine Projekte und Reisen – nein der Blog wirft nicht genug Geld ab, um dauerhaft zu reisen. Aber ich vergeude nicht mehr viel Zeit mit Situationen, die mir nicht gut tun. Wir alle haben Verpflichtungen, und irgendwann kommt immer der Moment, an dem das liebe Geld ein Thema ist. Aber seitdem ich meine Einstellung geändert habe und weiß, wofür ich arbeite und mir zeitliche Grenzen setze, macht alles viel mehr Sinn!

Es gibt Tausend Möglichkeiten, deinen Weg zu gehen, und lasse dir von niemanden einreden, dass das, was du willst, nicht in Ordnung sei.

Lieber Leser, bitte höre nicht darauf und lerne, dich von den Erwartungen anderer freischaufeln. Die gut gemeinten Ratschläge deiner Eltern, Freunde oder Lehrer spiegeln nur deren eigenen Ängste wider und nicht die absolute Wahrheit!

Wenn jemand dir sagt, das geht nicht, denke daran, es sind seine Grenzen, nicht deine.

Der Drang zu reisen, fremde Kulturen kennenzulernen, fremde Gerüche aufzusaugen, am Strand zu sitzen und auf das Meer zu starren, Neues zu lernen ist zutiefst menschlich und sicherlich kein Davonlaufen vor Problemen. Als kleine Kinder waren wir alle Abenteurer, die es nicht erwarten konnten, dass der Tag beginnt und wir Neues entdecken konnten.

Dieser kleine Entdecker schlummert immer noch in dir! Er ist da, und hat nur vergessen, wie es sich anfühlt etwas Neues auszuprobieren.

Es ist an der Zeit, ihn wieder zu würdigen. Laufe nicht davon sondern dem Leben entgegen. Es gibt schon genügend wandelnde Leichen, die sich jeden Tag wie fremd gesteuert zur Arbeit schleppen.

Pass gut auf dein Leben auf! Du hast nur eines – werfe es nicht weg an falsche Ziele!

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!