Ich war auf den Cookinseln zu einer Hochzeitsfeier, und Marco, ein Berliner Gast, hatte einmal um die Welt zum anderen Ende dieser Erde einen fetten Koffer mit einer noch fetteren Drohne geschleppt. Der Koffer sah ein wenig aus wie eine obskure Erfindung von James Bonds Intelligenzbestien vom MI6.

Ich hatte noch nie so ein Ding gesehen und starrte ungläubig auf den Koffer. Mit einer Zigarette im Mund und viel Berliner Schnauze packte Marco das seltsame Ding aus und erklärte uns, wie sie funktioniert und was man damit alles machen kann. Kurze Zeit später brummte die Drohne über unsere Köpfe hinweg und verschwand am Südsee-Himmel.

Unten auf der Erde scharrten wir uns um Marco, der uns auf seinem Telefon zeigte, was die Drohne über unseren Köpfen einfing. Und zwar fast die gesamte Insel.

Wenn du es noch nichtmitbekommen haben solltest: Eine Drohne zu haben ist der neue heiße Scheiß. Naja, so neu ist es gar nicht mehr, aber ich bin ja eh immer ein paar Jahre hintendran.

Du kannst mit ihnen spektakuläre Urlaubsvideos aus der Vogelperspektive drehen und dabei sind die Dinger längst nicht mehr so riesig und klobig zu transportieren wie die Drohne von meinem neuen Berliner Freund.

So findest du die passende Drohne für deine Backpacking-Reise


Geht dir das auch so? Die Auswahl ist riesig und du hast weder die Lust noch das technische Verständnis dich stundenlang durch die verschiedenen Angebote zu klicken? Und da ich mittlerweile gelernt habe, dass billig nicht immer gleich gut ist, solltest auch du auf diese Details achten:

✓ Soll die Drohne in 4K (Ultra HD) oder 1080p filmen?

✓ 4k-fähige Drohnen machen die besseren Fotos, aber die wenigstens haben die nötigen hochauflösenden Computer, um sich die Filme anzusehen.

✓ Wie groß soll die Drohne maximal sein? Je kleiner, desto besser, wenn du viel reist.

✓ Soll die Drohne intelligente Funktionen haben und wenn ja welche?

✓ Willst du deine eigene Kamera an der Drohne anbringen?

✓ Ist die Bedienung anfänger- und nutzerfreundlich?

Ich habe mich für die Selfie Drohne von yuneec.com entschieden. Mit einem Durchmesser von 24 cm und einem Gewicht von gerade einmal 385 Gramm passt sie in jede Tasche und ist ideal fürs Backpacken. Sie fliegt dir auf deiner gewünschten Höhe hinterher und macht Fotos von dir als wärst du ein Star, der von Paparazzi verfolgt wird.

Die richtige Versicherung für deine Drohne

Du hast bestimmt schon einmal gehört, wie eine Drohne von einer starken Windböe aus der Bahn geworfen wird oder wie eine andere auf ein Auto gefallen ist. Es ist daher sehr wichtig, dass du dich mit deiner Drohne zuhause vertraut machst. Lese dir in Ruhe die Bedienungsanleitung durch und übe an einem sicheren Ort, an dem sich keine Menschen befinden.

Das zweitwichtigste daneben ist die richtige Versicherung, die im Zweifelsfall für den Schaden aufkommt. In Deutschland ist eine Kopterversicherung sogar Pflicht. Dazu erkundigst du dich am besten bei deiner Haftpflichtversicherung, ob sie Drohnen mitversichern. Wenn nicht kannst du dir bei einer riesigen Auswahl die für dich passende aussuchen. Achte dabei auf folgende Punkte:

✓ In welches Land willst du damit reisen? Der Preis kann von Land zu Land variieren.

✓ Kosten: 70 – 80 Euro im Jahr für den privaten Gebrauch

Auf die richtige Verpackung kommt es an

Drohne
Ganz wichtig ist die richtige Verpackung, damit das kleine Sensibelchen nicht auf der ersten Reise zerquetscht wird. Es gibt klobige Taschen, aber ich ziehe einen gepolsterten Rucksack vor. Dort kann ich verschiedenes Zubehör verstauen und ist bestens geschützt.

✓ Mein Tipp: Führe deine Wertsachen wie die Drohne IMMER im Handgepäck mit! Wenn du schon mal gesehenen hast, wie unsanft das Flughafenpersonal mit aufgegebenem Gepäck umgeht, dann wirst du nie mehr deine Technikbabys aufgeben. Außerdem ist mir auf einem Flug einmal meine GoPro aus dem aufgebenen Rucksack geklaut wurden.

✓ Mein Tipp: Montiere die Propeller vor dem Flug ab und packe sie in deinen Rucksack. Du möchtest keine bösen Überraschungen erleben und schweren Herzens deine Drohne am Flughafen zurücklassen, weil das Flughafenpersonal deine Drohne als gefährliches Handgepäck einstuft.

✓ Mein Tipp:
Packe deine Lithium-Polymer-Akkus einzeln in Plastiktüten und verklebe die Kontakte. Laut der International Air Transport Association (IATA) darfst du Akkus unter 100 Watt-Stunden (Wh) in unbegrenzter Anzahl mit dir führen, aber nur zwei Akkus mit 100 bis 160 Wh.

Informiere dich sicherheitshalber bei der Fluggesellschaft über die Regeln VOR deiner Reise und führe folgende Dokumente zur Sicherheit mit dir mit:

✓ CE Erklärung für die Drohne

✓ IATA Bestimmungen für die Akkus, falls sich die Sicherheitsbeamten unsicher sind.

✓ Wenn die technischen Daten nicht auf den Akkus aufgedruckt sind, notiere dir die den Akkutyp und die Wattstundenanzahl.

✓ Den ausgedruckten E-Mail Verkehr, wenn du dir eine Genehmigung bei der Fluggesellschaft hast
Und nun wünsche ich dir ganz viel Spaß mit deiner Drohne!