Backpacking USA: Alle Tipps, Infos und Kosten

Mit meinen Backpacking USA Tipps wird deine Reise ein unvergessliches Erlebnis.

Ein Roadtrip durch die USA – Der Grand Canyon, New York, die Golden Gate Bridge, Hollywood, Südseestrände auf Hawaii, Surfen in Kalifornien: Wohl kein anderes Land der Welt verfügt über so viele Sehenswürdigkeiten, die jedes Kind benennen kann und du glaubst diese zu kennen, bevor du jemals dort warst.

Die USA sind ein Land der Superlative, größer, besser, weiter, aber auch voller Gegensätze.

Ein Land, das für seine unendlichen Weiten und grandiosen Naturschauspiele genauso bekannt ist, wie für seine geschäftigen Städte und vor allen Dingen dem American Way Of Life.

Es scheint, als wäre in den USA alles möglich, man könne sich tatsächlich vom Tellerwäscher zum Millionär hocharbeiten, wenn man nur hart genug dafür arbeitet.

Ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten eben.

A: Alle wichtigen Informationen übers Backpacking USA auf einen Blick

HauptstadtWashington, D.C.
Fläche9.629.091.km²
Einwohnerzahl311.484.627
WährungUS-Dollar (1 Euro = 1,375 $US)
ZeitzoneUTC-5 bis UTC-10
Telefonvorwahl+1
Landesweiter Notruf911, für Polizei, Feuerwehr und Notarzt
Strom110 – 115 Volt / 60 Hertz
Touristen-Aufenthalt
✓ Das Visa Waiver Program gibt es maximal 90 Tage.

✓ Vor der Reise die Online- Reisegenehmigungssystem, die so genannte ESTA ausfüllen vor der Einreise.

✓ Kosten: 14 US-Dollar.
Gibt es WHV-Programme in den USA?
✓ Leider nein.

✓ Willst du länger im Land bleiben, musst du wohl oder übel andere Möglichkeiten finden wie ein Studium, Praktikum oder Sponsorship.
WohnungFür eine Wohnung oder Mitfahrmöglichkeiten und dergleichen, schau dich mal auf craigslist.org um
JobsIn den örtlichen Zeitungen oder geh einfach persönlich bei deinen Wunscharbeitgebern vorbei, die „Go-getting“-Attitude ist wichtig in den USA

B: Vorbereitungen für deine USA Reise

Backpacking USA (C) Anja Knorr

1. Sind die USA das richtige Reiseziel für mich?

Jetzt mal Butter bei die Fische: Ich bin nicht der größte USA-Fan und werde es wohl auch nie werden. Das Land ist ein Land voller Gegensätze und Ungerechtigkeiten. Krasse Armut wie in einem Dritte Welt neben abartigem Reichtum scheint die Amerikaner nicht zu stören. Die Straßen sind ziemlich marode und ein öffentlichen Nahverkehr kennen die meisten Einwohner nur aus europäischen Filmen.

Trotzdem ist die Natur in dem riesigen Land wunderschön. Die einsamen Rocky Mountains, quirligen Großstädte an der Westküste, die vielen Strände, tropische Inseln, einzigartige Nationalparks und weiten Wüsten haben noch jeden in den Bann gezogen. Und ich mag die offene, oberflächliche Art der US-Amerikaner, die einfach jeden anquatschen als würdest du sie schon seit Kindertagen kennen. Anfangs war ich zwar immer etwas enttäuscht, wenn meine neuen Bekannten sich eine Woche nicht mehr erinnern konnten, dass wir ein Date hatten, aber du lernst auch unheimlich viele neue Menschen und Lebenswege kennen und wirst dadurch selber offener.

Worauf wartest du also noch? Mach dich auf zum Backpacking USA!

2. Wann ist die beste Reisezeit zum Backpacking USA?

Bei so einem riesigen Land gibt es zu jeder Region die passende Jahreszeit. Eigentlich gibt es nicht die passende Jahreszeit für eine Reise durch die USA. Du kannst jederzeit dort die Zeit deines Lebens erleben.

Allerdings solltest du immer versuchen, außerhalb der amerikanischen Ferienzeiten über Weihnachten und Thanksgiving zu verreisen, da in dieser Zeit die Preise ordentlich anheizen.

✓ Beste Reisezeit Hawaii: Ganzjährig

✓ Beste Reisezeit Südstaaten: Frühling

✓ Beste Reisezeit Kalifornien: Frühling und Herbst

✓ Beste Reisezeit Las Vegas: Frühling

✓ Beste Reisezeit New York City: Frühling und Herbst für die ganze Nordostküste, um den Indian Summer zu erleben, wenn die Bäume in den intensivsten Farben leuchten.

✓ Beste Reisezeit Alaska: Sommer

✓ Beste Reisezeit Mittlerer Westen und Große Seen: Sommer

✓ Beste Reisezeit Rocky Mountains: Im Winter zum Skifahren

3. Wie lange soll ich reisen, um alle Sehenswürdigkeiten zu sehen?

Je mehr Zeit du hast, desto besser! Aber die meisten haben sicherlich nur maximal vier Wochen Jahresurlaub Zeit und wollen die meisten Orte in die kurze Zeit reinquetschen. Das kann schnell in Stress ausarten. Frage dich, worauf du Lust hast. Entspanntes Reisen mit einigen Eckpunkten oder musst du wirklich alle Sehenswürdigkeiten abklappern? Kläre das unbedingt vor deiner Reise mit deinen Reisepartnern, damit es auf deiner Reise durch die USA keine bösen Überraschungen gibt.

Meine Empfehlung ist immer, dich nur auf eine bestimmte Region zu beschränken, wenn du nur eni paar Wochen Zeit hast. Ich lerne lieber einen Ort richtig kennenzulernen anstatt nur von Ort zu Ort zu hetzen.

✓ 2 – 4 Wochen USA Rundreise an der Westküste: San Francisco – Carmel – Big Sur – Los Angeles – Joshua Tree Nationalpark – Laguna – San Diego

✓ Hier liest du mehr über meinen Roadtrip, die Kosten und meine Westküsten Highlights.

C: Die konkrete Reiseplanung

Backpacking San Francisco (C) Anja Knorr

1. Wie finde ich günstige Flüge in die USA?

Um in die USA zu gelangen, buchst du so früh wie möglich. Es gibt schon genug Airlines, die recht günstige Direktflüge wie Berlin – New York City oder Frankfurt – Los Angeles anbieten.

Mit 400 Euro aufwärts kannst du rechnen.

2. Brauche ich ein Visum?

Als Deutscher brauchst du kein Visum, um in die USA zu gelangen; ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass genügt. Allerdings ist die ESTA-Genehmigung Pflicht zur Einreise: In dem Antrag füllst du Eckdaten zu dir und deiner Person aus, und erhältst die elektronische Genehmigung. Alle weiteren Details zu ESTA erfährst du hier.

Ich fand das Department of Immigration in den USA sehr gewöhnungsbedürftig. Die meisten Officers waren mega-unfreundlich und gingen prinzipiell davon aus, dass ich vorhatte, mich dauerhaft in das beste Land der Welt einzuschmuggeln und stellten allerhand Fragen, warum wieso weshalb ich denn nun in die USA einreisen würde. Ich finde das ziemlich irritierend, und als Mitteleuropäer einfach nicht nachvollziehbar.

✓ Kosten ESTA: 14 US Dollar

3. Reisekosten: Was kostet mich meine Backpacking USA Reise?

backpacking LA (C) Anja Knorr
Glaub mir, ein Mietwagen ist eine goldrichtige Entscheidung, wenn du einen Backpacking USA Trip unternehmen willst. Das öffentliche Verkehrssystem ist einfach grottenschlecht und nicht mit Europa vergleichbar. Oder Lateinamerika – die Amis fahren eben alle Autos.

✓ Mietwagen: Inklusive aller wichtigen Versicherungen kostet ein Mietwagen rund 250 Euro pro Woche. Suchst du ein Wohnmobil landest du schnell bei 1000 Euro die Woche, sparst dir aber auch die Hotelkosten. Aber auch da musst du entweder ziemlich abseits in der Wildnis parken und darauf hoffen, dass du nicht erwischt wirst oder aber auf einen Zeltplatz ausweichen.

✓ Benzin: 5 Euro pro 100 Kilometer beziehungsweise 10 Euro pro 100 Kilometer bei Wohnmobilen.

✓ Unterkünfte: Motels und Hostels findest du schon für rund 50 Euro die Nacht, in den größeren Städten legst du schnell mehr hin. Zeltplätze kosten nur rund 20 Euro die Nacht.

✓ Verpflegung: 15 – 20 Euro am Tag je nach deinem Geschmack. Selber kochen ist auch nicht immer billiger wegen der hohen Produktpreise in den Supermärkten – es sei denn, du isst jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße.

✓ Eintrittsgelder und Aktivitäten: The sky ist he limit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ein Besuch in Disneyland schlägt mit 100 Euro zu Buche, wohingegen surfen im Ozean mit deinem Surfboard kostenlos ist. Es hängt von deinen Interessen und Budget ab. Als Orientierung empfehle ich dir mit 50 Euro am Tag zusätzlichen kosten zu rechnen.

✓ USA Tagesbudget Wohnmobil: 177 Euro zusätzlich Benzin und Aktivitäten

✓ USA Tagesbudget Auto 100 Euro zusätzlich Benzin und Aktivitäten

Puh, definitiv sind die USA kein gerade günstiges Reiseland! Klar geht es auch immer günstiger. Gerade wenn du längere Zeit an einem Ort verbringst und dir ein Auto kaufst und dann am Ende deiner Reise wieder zu einem guten Preis verkaufen kannst.

Aber 100 Euro Tagesbudget sind in einem normalen zwei bis vierwöchigen Urlaub durchaus realistisch. Über die exakten Aufstellungen und meine Tipps zum Geld sparen erfährst du hier mehr.

4. Geld in den USA: Wie funktioniert das mit dem Trinkgeld?

In den USA sind meistens keine Steuern und Trinkgelder in den Preisen im Restaurant eingeschlossen. Die Steuern sind auch in den Geschäften nicht aufgeführt und musst du extra draufrechnen.

✓ 15 – 20 Prozent Trinkgeld: solltest du dementsprechend schon hinblättern, damit der Kellner nicht völlig umsonst an deinem Tisch arbeitet. Einzig in Selbstbedienungs-Restaurants wie McDonald’s kannst du darauf verzichten.

✓ Bist du besonders zufrieden: mit dem Service, kannst du nochmal 10 Prozent extra drauflegen, also 25- 30 Prozent Trinkgeld.

D: Backpacking USA

1. Kann ich als Frau alleine in den USA reisen?

Ich kann es gar nicht oft genug betonen: Bevor du deine Träume auf Eis legst und nicht deinen Traumurlaub verbringst, weil deine Freunde keine Zeit oder Lust haben, solltest du definitiv alleine in die USA fliegen. Du lebst schließlich nur einmal!

Passieren kann überall etwas, also warum gerade in einem relativ sicheren Erste Welt Land mit wahnsinnig freundlichen Menschen? Und immerhin lernst du on the road ja auch viele andere Alleinreisende kennen, die sich über ein bisschen Abwechslung freuen.

Ängstlichen empfehle ich in einem Camp anzufangen. Sie können Tauchen lernen, Sprachferien machen, Surfen lernen, volunteeren, AirPair oder was auch immer: In solchen Camps und Reiseagenturen findest du schnell Anschluss und bist garantiert nicht lange alleine.

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!